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Millionen Zuschauer betroffen: RTL steigt aus DVB-T aus! Ist das Antennen-TV am Ende?

Gerade wegen des kostenlosen Empfangs ist DVB-T bei vielen TV-Zuschauern so beliebt.
Gerade wegen des kostenlosen Empfangs ist DVB-T bei vielen TV-Zuschauern so beliebt.
 Foto: dpa
Köln –  

Das gute alte Antennen-Fernsehen hat seit der Digitalisierung einen wahren Boom erlebt. Inzwischen benutzen laut Landesmedienanstalten 4,72 Millionen Haushalte den digitalen terrestrischen Empfangsweg DVB-T. Doch schon in naher Zukunft könnten sie in die Röhre schauen.

Als Erstes hat nun die RTL-Gruppe angekündigt, die Übertragung via DVB-T einzustellen. RTL, VOX, Super RTL und RTL II sind so nur noch bis Ende 2014 zu empfangen. Im Großraum München ist schon ab dem 1. Juni Schluss.

DVB-T dem Sender zu teuer

Grund sind wohl vor allem die hohen Kosten. „Trotz intensiver Bemühungen der Betreiber sehen wir bislang kein ökonomisch tragfähiges Geschäftsmodell“, sagte Marc Schröder, Geschäftsführer RTL interactive, gegenüber "W&V". Ohne die politische Planungssicherheit ist die Kölner Sendergruppe nicht bereit, einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag zu investieren.

Die RTL-Sender erreichen fast 96 Prozent ihrer Zuschauer auf anderen Übertragungswegen, vor allem via Kabel und Satellit. Auf die tatsächlich erreichten Haushalte bezogen ist DVB-T laut Schubert der „mit Abstand teuerste Übertragungsweg, 30 Mal so teuer wie Satellit“.

Verbraucherzentrale fürchtet Domino-Effekt

Die Verbraucherzentrale NRW kritisiert die Entscheidung. Vorstand Klaus Müller befürchtet, dass andere Sender dem Beispiel folgen werden und „dass die Erfolgsstory DVB-T Ende 2014 zu einem abrupten und verbraucherunfreundlichen Ende kommt“.

Er fordert deshalb die Landesregierung auf, „darauf hinzuwirken, dass DVB-T als populärer Verbreitungsweg von Rundfunk dauerhaft erhalten bleibt und weiterentwickelt wird.“ Allein in Nordrhein-Westfalen würde das Ende der DVB-Technik rund eine Millionen Haushalte dazu zwingen, den Empfangsweg zu wechseln.

Auch bei ProsiebenSat.1 schließt man einen einen Ausstieg aus DVB-T nicht aus. „Für uns sind derzeit alle Optionen offen, sowohl der Ausstieg aus der terrestrischen Verbreitung als auch die Verlängerung von DVB-T1 sowie die Einführung von DVB-T2“, teilte der Sender gegenüber dem "Digitalmagazin" mit.

Warum DVB-T so beliebt ist

Wegen seiner freien Empfangbarkeit ist DVB-T gerade in Ballungsräumen sehr beliebt. Die einmaligen Anschaffungskosten für einen Empfänger sind sehr gering. Der Empfang über Kabel etwa ist mit laufenden monatlichen Kosten verbunden. Einem Wechsel zum Satellitenempfang stehen bei vielen Haushalten mietrechtliche Bestimmungen entgegen und die Anschaffungskosten sind wesentlich höher. Seit der Digitalisierung waren rund drei Millionen Haushalten auf DVB-T umgestiegen.

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