Empfehlen | Drucken | Kontakt05.07.2009 - 00:00 Uhr

Menschenwürde verletzt: Politiker gegen „Flatrate” für Bordell-Besuche

Eine Prostituierte im Bordell: Politiker sehen die Menschenwürde der Huren durch die „Flatrate“ verletzt.
Eine Prostituierte im Bordell: Politiker sehen die Menschenwürde der Huren durch die „Flatrate“ verletzt.
Foto: ddp

Fellbach - Einmal zahlen, dann Spaß haben, so oft und mit wem man(n) will - die Sex-Flatrate in vielen Bordellen ruft nun Politiker auf den Plan.

„Der günstige Preis legt den Verdacht nahe, dass die häufig unbedarften Frauen ausgenutzt werden“, kritisiert zum Beispiel Christoph Palm. Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete ist auch Oberbürgermeister der Stadt Fellbach, wo Anfang Juni ein Flatrate-Bordell eröffnet wurde.

Er sieht in der Mengen-Vergütung für die Dienste der Damen einen Verstoß gegen die menschliche Würde.

Darunter würden vor allem junge Frauen leiden, denn die Bordellbetreiber rekrutierten für dieses Spezialangebot hauptsächlich junge Frauen aus dem ehemaligen Ostblock.

Auch der Innen minis ter des Landes Baden-Württemberg, Heribert Rech (CDU), kritisierte das Pauschalangebot für Sex. Eine entsprechende Gesetzeslücke im Prostituiertengesetz, das 2002 eingeführt worden war, müsse geschlossen werden.

In §1 des Gesetzes, das das Rechtsverhältnis zwischen Freiern, Bordellbetreibern und Prostituierten regelt, heißt es u. a., dass ein Freier nicht nur für bestimmte Leistungen, sondern auch für eine bestimmte Dauer zahlen könne. Laut „Focus“ gibt es bundesweit mindestens vier Bordelle, die eine Flatrate anbieten.

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