Schiff ahoi, Kölle alaaf! Mit rührenden Abschiedsszenen, wehender Stadt-Flagge und lautstarker „Viva Colonia“ -Beschallung ist die Fregatte „Köln“ vom Heimatstützpunkt Wilhelmshaven zum Anti-Piraten-Einsatz am Horn von Afrika ausgelaufen.
Das mit Kanonen, Torpedos und Raketen schwer bewaffnete Schlachtschiff (220 Mann, 128 Meter lang, 60 km/h schnell) von Fregattenkapitän Christopher Karow wird im Rahmen der europäischen Mission „Atalanta“ in einem der gefährlichsten Seegebiete der Welt operieren. Hauptziel der Mission ist es, die Schiffe des „World Food Programme“ (Welternährungsprogramms) mit Hilfslieferungen für Somalia vor Überfällen zu schützen. 90 % laufen über den Seeweg durch den Golf von Aden.
Wie kölsch ist eigentlich die „Köln“? EXPRESS hatte einmal bei dem Schiff mit dem wohl schönsten Namen der Marine angeheuert - und dabei viel Heimat entdeckt: Das Stadtwappen prangt nicht nur am Bug neben der Ankerwinde, sondern auch als Fahne auf dem Oberdeck und ist in die Polsterbänke der Offiziersmesse eingenäht.
Auf der Brücke an Deck hängt das Schild „Hohenzollernbrücke“. Und den Hangar, in dem die zwei Hubschrauber untergebracht sind, nennen die Matrosen, von denen einige aus der Domstadt kommen, „Kölnarena“. Erst Mitte Dezember wird die „Köln“ zurück erwartet. Ein kölscher Seemann: „Das geht schon. Dadurch, dass wir auf der Fregatte „Köln“ Dienst schieben, sind wir ja irgendwie immer zu Hause.“
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