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Katholiken-Oberhaupt: Hoffnungsträger oder Hardliner? 10 Fakten über Papst Franziskus

Jorge Mario Bergoglio (2.v.l. hintere reihe) im Kreis seiner Familie: Bruder Alberto Horacio, Bergoglio, sein anderer bruder Oscar Adrian und Schwester Marta Regina (hinten v.l.). Seine Schwester Maria Elena, die Mutter Regina Maria Sivori und Vater Mario Jose Bergoglio (v.l.n.r.)
Jorge Mario Bergoglio (2.v.l. hintere reihe) im Kreis seiner Familie: Bruder Alberto Horacio, Bergoglio, sein anderer bruder Oscar Adrian und Schwester Marta Regina (hinten v.l.). Seine Schwester Maria Elena, die Mutter Regina Maria Sivori und Vater Mario Jose Bergoglio (v.l.n.r.)
Foto: AP/dpa
Rom –  

Die Katholiken haben ein neues Oberhaupt. Papst Franziskus, geboren am 17. Dezember 1936 als Jorge Mario Bergoglio. Das ist seit Mittwochabend bekannt.

Doch was gibt es noch über ihn zu berichten? Wir haben die wichtigsten Fakten über den Heiligen Vater zusammengestellt.

Seine Herkunft

Jorge Mario Bergoglio ist das Kind italienischer Einwanderer (Mario und Regina Bergoglio). Sein Vater arbeitete als Bahnangestellter in Buenos Aires. Er hat zwei Brüder (Alberto Horacio und Oscar Adrian) sowie zwei Schwestern (Marta Regina und Maria Elena). Er besitzt die argentinische und italienische Staatsangehörigkeit.

Nach der Schulzeit absolvierte Jorge Mario Bergoglio eine Ausbildung als Chemietechniker. Im Jahr 1958 trat er in den Jesuitenorden ein. Nach einem Geisteswissenschaftlichen Studium in Chile kehrte er zurück nach Argentinien und studierte an der Theologischen Fakultät in San Miguel Philosophie und Theologie. Neben Spanisch spricht Bergoglio fließend Italienisch und Deutsch.

Als er 21 war, wurde ihm wegen einer schweren Lungenentzündung ein Teil der rechten Lunge entfernt.

Sein beruflicher Werdegang

Am 13. Dezember 1969 wurde Bergoglio zum Priester geweiht. Nach der Priesterweihe absolvierte Bergoglio sein Terziat (die letzte Prüfungszeit, bevor ein Priester in den Orden eingegliedert wird) in Spanien. Von 1973 bis 1979 arbeitete er als Provinzial (Leiter einer Ordensprovinz) der argentinischen Provinz des Jesuitenordens. In dieser Zeit soll er Kontakte zur damaligen argentinischen Militärdiktatur gehabt haben. Ordensbrüder werfen ihm vor, sich nicht gegen das Regime gestemmt zu haben.

Anschließend stand der heutige Papst bis 1986 als Rektor der Theologischen Fakultät von San Miguel vor.

Es folgte ein Forschungsaufenthalt in Frankfurt am Main. Sein Promotionsprojekt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen blieb aber unabgeschlossen.

1987 hatte Bergoglio in Buenos Aires einen 320 Seiten starken Band über „Spirituelle Reflexionen zum apostolischen Leben“ veröffentlicht. 1992 folgte nach Mitteilung der Nationalbibliothek Frankfurt/Main ein weiterer Großband über "Reflexionen über die Hoffnung". Große Aufmerksamkeit fand demnach 1998 das 144 Seiten starke Buch "Dialoge zwischen Johannes Paul II. und Fidel Castro".

Papst Johannes Paul II. ernannte Bergoglio am 20. Mai 1992 zum Weihbischof in Buenos Aires und Titularbischof von Auca. Am 3. Juni 1997 folgte die Ernennung zum Koadjutorerzbischof. Nach dem Tod von Kardinal Quarracino wurde Bergoglio am 28. Februar 1998 Erzbischof von Buenos Aires. Gleichzeitig war er Bischof für die Gläubigen des orientalischen Ritus, die in Argentinien leben.

Mit der Ernennung zum Kardinalspriester mit der Titelkirche San Roberto Bellarmino wurde er von Papst Johannes Paul II. 2001 in das Kardinalskollegium aufgenommen.

Bei der Papst-Wahl im Jahr 2005 soll Bergoglio zugunsten von Benedikt XVI. verzichtet haben. Am 13. März 2013 war es soweit: aus Jorge Mario Bergoglio wurde Papst Franziskus.

Mehr über den Privatmann und sein Engagement für die Armen der Welt lesen Sie auf der nächsten Seite.

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