Hmmm, lecker! Karl-Theodor zu Guttenberg, Ex-Verteidigungsminister und neuer Berater der EU-Kommission in Sachen Internet-Freiheit, ist in Berlin-Friedrichshain zum Opfer einer Tortenattacke geworden.
Aktivisten der „Hedonistischen Internationale“ klatschten dem CSU-Politiker bei dessen Treffen mit Blogger Stephan Urbach, Mitglied und Mitarbeiter der Piratenpartei, am Donnerstagabend eine Schwarzwälder Kirschtorte ins Gesicht.
„Wir saßen zusammen, als gegen 20.15 Uhr einige Menschen hereinkamen und Herrn Guttenberg eine Sahnetorte ins Gesicht drückten“, sagte Urbach. „Herr Guttenberg hat das aber sehr locker genommen.“
Zu der Aktion bekannte sich die Spaßguerilla-Gruppe „Hedonistische Internationale“, die das Geschehne auf ihrer Webseite dokumentiert. Darin ist zu sehen, wie Guttenberg nach der Attacke kurz inne hält - und sich dann entscheidet, den Vorfall souverän wegzulächeln.
Auf seiner Facebook-Seite kommentierte Guttenberg den Vorfall noch am selben Abend mit den Worten: „Hurra, eine Tortenattacke! Ich dachte schon, ich würde in Friedrichshain verhungern. Zwei Aktivisten hatten gottlob mit mir erbarmen. Eine wunderbare Schwarzwälder Kirschtorte. Beim nächsten Mal dann gerne Käsesahne!“
Eigentlich sollte es bei dem - laut Urbach - von Guttenberg erbetenen Treffen um die Themen Netzpolitik und Internetfreiheit gehen.
Seit Dezember ist der 40-Jährige EU-Berater für Internetfragen bei EU-Kommissarin Neelie Kroes. Für die Ernennung hagelte es heftige Kritik - vor allem aus Deutschland. Im März 2011 trat Guttenberg als Verteidigungsminister zurück, weil bekannt wurde, dass er Teile einer Doktorarbeit abgeschrieben hatte. Anschließend ging er in die USA.
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