Krise? Er sehe im Moment einen Markt für schnelles Geld, findet Cornelius Boersch. Der smarte Unternehmer investiert in junge Firmen und berät sie. Das Wichtigste in seinem Geschäft: „Das Netzwerk ist entscheidend.“ Das kann Boersch nun dank der Kontakte seines Freundes Guido Westerwelle sogar weltweit spannen.
Auch Kai Westerwelle bzw. dessen Partner Ralf Marohn profitierten von dem Trip des großen Bruders nach Asien. Irgendwie scheinen sie alle, der Guido, der Kai, der Michi, der Conny und der Ralf eine große Familie zu sein. EXPRESS sortiert das Westerwelle-Web.
– Cornelius Boersch: „Conny“ ist zwar Deutscher, hat seine Firma „Mountain Partners Group“ aber in der Schweiz gegründet. Der 41-Jährige ganz unverblümt über seine Art, Geld zu verdienen: „Mein Geschäftsmodell: schnell, oberflächlich, opportunistisch.“
Bis vor Kurzem war Westerwelle noch im Beirat eines der vielen Unternehmen im Boersch-Geflecht (für 7000 € pro Jahr) und ist Stargast bei dessen Unternehmertagen in der Schweiz.
Boersch wiederum hat der FDP 164.000 € gespendet. Ob es auch deutschen Interessen nutzt, wenn er Kontakte in China knüpft? Westerwelle, der mit Boersch auch ein Buch („Das Summa Summarum Politik und Wirtschaft“) herausgegeben hat, scheint davon überzeugt. Die letzte Entscheidung über die Liste der Mitreisenden trifft nämlich der Minister selbst.
– Kai Westerwelle: 1 Jahre jünger als Bruder Guido (48), Anwalt in Frankfurt und Mitinhaber der Firma „Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH“.
– Ralf Marohn: nutzte die Mitflug-Gelegenheit im Januar nach Asien. Er ist Mehrheitseigner der Firma „Far Eastern“, an der neben Kai Westerwelle auch Boerschs Firma „Mountain Partners“ beteiligt ist.
– Michael Mronz: reist immer mit, ist aber nicht nur Westerwelles Lebensgefährte, sondern u. a. auch Geschäftspartner von Boersch. Mronz war laut „Berliner Zeitung“ 2009 Aufsichtsrat in einer von Boerschs Firmen. Und so schließt sich der Freundes-Kreis.
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