SPD-Politiker Thilo Sarrazin (65) und seine umstrittenen Thesen zu muslimischen Einwanderern: Dass er deshalb aus dem Vorstand der Bundesbank rausgeworfen werden soll, findet jeder zweite Bundesbürger (50%) falsch.
Nur jeder Dritte (34%) hält Sarrazins Rausschmiss für angemessen, ergab eine Forsa-Umfrage für „Stern“ und RTL. Auch dass Sarrazin aus seiner Partei ausgeschlossen werden soll, lehnen 50% ab, nur 34% sind dafür.
Sarrazin kritisiert in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ mangelnde Integrationsbereitschaft von Muslimen, warnt vor einer Überfremdung Deutschlands. Laut Forsa stimmen 61% der Bürger seinen Aussagen teilweise zu. 9% teilen sie sogar voll und ganz, während 22% sie inakzeptabel finden.
Laut „Zeit“ soll Sarrazin für die Recherchen zu seinem Buch Personal und Bibliothek der Bundesbank genutzt haben. Ein Assistent habe ihm Material besorgen müssen, auch habe er sich über sein Bundesbankbüro OECD-Statistiken bestellen lassen. Für Bundespräsident Wulff, der über Sarrazins Rauswurf entscheiden muss, könnte das ein wichtiger Grund sein.
Der SPD schadet die Sarrazin-Debatte. Sie fiel auf 25% (minus 2), die Grünen stiegen auf 21% (+2) – neuer Rekord.
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