Empfehlen | Drucken | Kontakt10.10.2008 - 00:00 Uhr

Finanzkrise: Ford USA: Angst vor der Pleite

Von MICHAEL FUCHS
Hoffnungsträger für Ford: Der in Köln gebaute Fiesta läuft trotz der Krise gut.
Hoffnungsträger für Ford: Der in Köln gebaute Fiesta läuft trotz der Krise gut.
Foto: obs/Ford-Werke GmbH

New York/Köln - Die Finanzkrise bereitet der Autoindustrie riesige Probleme. Weil der Neuwagenverkauf dramatisch einbricht, stehen in den USA Ford und General Motors (GM) vor der Pleite. Beide machen derzeit rund eine Milliarde Dollar Miese pro Monat, ihre Aktienkurse fallen ins Bodenlose. Ohne Hilfe durch die US-Regierung werden sie bankrott gehen, sagen Experten.

Jetzt geht auch in Deutschland bei Ford, Opel und anderen Herstellern die Job-Angst um. Viele Werke drosseln die Produktion, bei Opel in Bochum stehen die Bänder erneut zwei Wochen still. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer erwartet, dass in der deutschen Autoindustrie in den nächsten zehn Jahren bis zu 100.000 Jobs wegfallen werden. Auch das Ford-Motorenwerk in Köln sei „nicht mehr zu retten“.

Ford-Sprecher Bernd Meier widerspricht: Eine Entscheidung über eine mögliche Verlagerung der Motorenproduktion nach Rumänien falle nicht vor Ende des Jahres. „Außerdem sind alle Jobs der Stammbelegschaft in Köln und Saarlouis durch die Standortsicherungsvereinbarung bis Frühjahr 2011 gesichert“, so Meier.

Inwieweit Ford Deutschland von der Krise der US-Mutter betroffen sein wird, ist unklar. Doch in Köln ist man optimistisch. „Die Bestellungen für den neuen Fiesta laufen sehr gut“, so Meier.Der Kleinwagen wird aus Köln in rund 100 Länder exportiert. Außerdem hofft Ford auf den neuen KA, der im Frühjahr auf den Markt kommt.

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