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Erster Arbeitstag des Papstes: Nach Nacht in der Suite 201 – Gebet am Morgen

Papst Franziskus ließ sich am Morgen nach seiner Wahl zum Gebet in die römische Basilika Santa Maria Maggiore fahren.
Papst Franziskus ließ sich am Morgen nach seiner Wahl zum Gebet in die römische Basilika Santa Maria Maggiore fahren.
Foto: dpa
Rom/Buenos Aires –  

Der neue Papst Franziskus hat am Morgen nach seiner Wahl die wichtige römische Basilika Santa Maria Maggiore für ein Gebet aufgesucht.

Dutzende Menschen, darunter viele Fotografen, erwarteten das neue Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag. Es war das erste öffentliche Erscheinen des neuen Papstes nach seiner kurzen Ansprache an die Menge der Gläubigen am Vorabend vom Balkon des Petersdomes aus. Franziskus betete in einer Kapelle der Basilika.

Nach dem Gebet in der Basilika Santa Maria Maggiore winkt Papst Franziskus den Gläubigen zu.
Nach dem Gebet in der Basilika Santa Maria Maggiore winkt Papst Franziskus den Gläubigen zu.
Foto: dpa

Der Papst wurde unter anderem begleitet von Georg Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Haushaltes. Die Basilika in der Nähe des Hauptbahnhofs gehört zu den bedeutendsten römischen Vatikan-Kirchen.

Besuch bei seinen Vorgänger Benedikt XVI.

Im Laufe des Tages wollte Papst Franziskus seinen Vorgänger Benedikt XVI. besuchen. Dieser Besuch wurde am Mittag auf unbekannte Zeit verschoben.

Benedikt XVI. befindet sich seit seinem Rücktritt am 28. Februar in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Nacht in der Suite 201 verbracht

Der erste Jesuit und Lateinamerikaner auf dem Stuhl Petri hatte seine erste Nacht als Papst in der für ihn hergerichteten Suite 201 des vatikanischen Gästehauses Santa Marta verbracht.

Weitere Termine

Franziskus muss bereits eine Reihe von Terminen vorbereiten. So empfängt er am Nachmittag in der Sixtinischen Kapelle alle Kardinäle, die in Rom sind, darunter die 115 Purpurträger, die am Konklave teilgenommen hatten.

Am Sonntagmittag will sich der 76 Jahre alte Pontifex den Gläubigen auf dem Petersplatz für das traditionelle Angelusgebet zeigen. Am kommenden Dienstag soll Franziskus mit einer Messe im Petersdom feierlich in sein Pontifikat eingeführt werden. Zu diesem Gottesdienst werden Staatschefs und andere führende Persönlichkeiten erwartet.

Diego Armando Maradona freut sich über den neuen Papst aus seiner Heimat.
Diego Armando Maradona freut sich über den neuen Papst aus seiner Heimat.
Foto: AP/dpa

Maradona gratuliert

Argentiniens Fußball-Ikone Diego Maradona ist stolz, dass sein Landsmann Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt worden ist.

„Den Fans zufolge ist der Fußballgott Argentinier - jetzt ist auch der Papst Argentinier“, scherzte der frühere argentinische Nationalspieler nach einem Bericht der Zeitung „La Nación“ vom Donnerstag. „Das macht das ganze Land glücklich.“

Maradona wünscht sich, bald von Papst Franziskus empfangen zu werden. Als er vor Jahren vom damaligen Papst Johannes Paul II. empfangen worden sei, sei dies ein „unvergessliches Gefühl“ gewesen, sagte der Ex-Fußballer, der von 1984 bis 1991 in Italien beim SSC Neapel spielte.

Maradona wird von in Argentinien als „Fußballgott“ verehrt, Fans haben sich gar zu einer „Maradona-Kirche“ zusammengeschlossen. Als er bei der Weltmeisterschaft 1986 ein Tor irregulär mit der Hand erzielte, erklärte er anschließend, die „Hand Gottes“ habe nachgeholfen.

Kardinal Joachim Meisner nach dem Konklave
Kardinal Joachim Meisner nach dem Konklave
Foto: dpa

Kölner Kardinal überrascht

Die Entscheidung für Jorge Mario Bergoglio als neuen Papst ist nach Angaben von Kardinal Joachim Meisner eine überraschende Wahl gewesen.

„Ich habe mir das natürlich auch vorher anders vorgestellt. (...) An den Kardinal Bergoglio habe ich nicht gedacht“, sagte der Erzbischof von Köln am Mittwochabend in Rom. „Ich hätte mir einen anderen vorgestellt.“

Es sei aber ein gutes Zeichen, dass der neue Papst ganz anders sei, als er gedacht habe.

Die Entscheidung für Bergoglio sei ein tagelanger Prozess gewesen und habe sich nach und nach in den Gesprächen und Abstimmungen herauskristallisiert.

„Ich glaube, die meisten, die aus dem Konklave rausgegangen sind, die haben gesagt, das hätten wir nicht gedacht. Der ist uns wirklich geschenkt und der sei uns auch wirklich herzlich willkommen“, sagte er.

Bergoglio habe das Format Papst zu sein und die Kardinäle seien nach dem Ende der Abstimmung froh über die Wahl gewesen.

Erste Reise nach Braslilien

Die erste Auslandsreise führt den Papst möglicherweise zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro. Die offizielle Website der katholischen Großveranstaltung kündigte wenige Stunden nach der Wahl an, der neue Papst werde beim Weltjugendtag in Rio mit jungen Menschen aus der ganzen Welt zusammentreffen.

Bislang war die Teilnahme von Benedikt XVI. vorgesehen. Beim Weltjugendtag vom 23. bis 28. Juli in Rio werden insgesamt zwei bis drei Millionen Teilnehmer erwartet.

Eine ähnliche Situation gab es beim Amtsantritt von Benedikt XVI.: Nachdem Johannes Paul II. (1978-2005) am 2. April 2005 gestorben war, reiste an seiner Stelle Benedikt XVI. zum Weltjugendtag nach Köln.

Wenige wetteten auf Jorge Mario Bergoglio

Mit Jorge Mario Bergoglio als Nachfolger von Papst Benedikt XVI. hatte bei den britischen Buchmachern kaum ein Spieler gerechnet.

Mit einer Wettquote von zuletzt 33 zu 1 galt der am Mittwochabend im Konklave gewählte Argentinier als absoluter Außenseiter. Die meisten hatten auf den Mailänder Erzbischof Angelo Scola getippt.

Verwirrung um Namen des neuen Papstes

Die Namenswahl von Papst Franziskus hat in den ersten Stunden des neuen Pontifikats für Verwirrung gesorgt. Nach der Verkündung der Wahlentscheidung am Mittwochabend waren Medien weltweit zunächst davon ausgegangen, dass der neue Pontifex sich Franziskus I. nennen würde. Doch die Bezeichnung „der Erste“ ist nicht offizieller Bestandteil des Papstnamens.

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