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Erneute Abwertung: Griechenland nur noch Ramsch!

Große Besorgnis: Griechenland wurde erneut abgewertet.
Große Besorgnis: Griechenland wurde erneut abgewertet.
 Foto: dpa
Athen –  

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands am Dienstag auf ein Ramsch-Niveau gesenkt und damit große Besorgnis in dem Land ausgelöst.

Die weitere Abwertung von BBB+ auf BB+ wurde als „unerklärlich“ bezeichnet. „Es ist nunmehr ein klar europäisches Thema“, sagte der griechische Regierungssprecher Giorgos Petalotis im griechischen Radio wenige Minuten nach der Abwertung. Es ist das erste Mal, dass der Sprecher in Athen so schnell auf eine Abwertung reagiert.

„Die Geldeinlagen in Griechenland sind sicher“, beschwichtigte der Regierungssprecher. „Die Verhandlungen mit dem IWF und die EU gehen bald zu Ende wir werden bald Unterstützung bekommen, hieß es. „Die Moral in der Regierung ist sehr gut. Wir tun was richtig ist“, fügte Petalotis hinzu.

Im staatlichen Fernsehen hieß es: „Es ist eine Attacke gegen das Land. Etwas muss jetzt dringend geschehen“. Viele Sender unterbrachen ihr Programm und berichteten vom „neuen Schlag gegen die Wirtschaft“ des Landes. Die Athener Börse war bereits am Nachmittag um sechs Prozent auf ein Jahrestief von 1696,68 Punkten gefallen.

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Griechenland ist vom finanziellen Zusammenbruch bedroht. Deswegen hatte Athen die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) am Freitag offiziell um Hilfe gebeten. Die Euro-Länder wollen Athen allein 2010 mit bis zu 30 Milliarden Euro unter die Arme greifen - Deutschland würde davon bis zu 8,4 Milliarden Euro übernehmen. Auf den IWF könnten zusätzlich bis zu 15 Milliarden Euro zukommen.

Weiterer Schock für die EU: Auch die Kreditwürdigkeit Portugals wurde von der Ratingagentur Standard & Poor’s weiter herabgesenkt: Von "A+" auf "A-". Die Börse in Lissabon stürzte ab. Auch der deutsche Leitindex Dax wurde um 2,37 Prozent nach unten gedrückt. "Die Herabstufung um zwei Noten reflektiert die vergrößerten haushaltspolitischen Risiken", erklärte der zuständige S&P-Länderanalyst Kai Stukenbrock bezogen auf Portugal.

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