Entschlossener Blick, hohe Stirn, energisches Kinn, Bart. Clemens Eimterbäumer (41), Vater von zwei Kindern, seit 15 Jahren Staatsanwalt, wagte, was noch niemals ein Ermittler vor ihm veranlasst hatte.
Er beantragte die Aufhebung der Immunität des ersten Mannes im Staat, brachte Wulff so zu Fall. Er wolle aber keinesfalls als der „Präsidenten-Killer“ gelten, ließ der Oberstaatsanwalt seinen Sprecher erklären.
Auf dem Leiter der Korruptionsabteilung lastet ein normer Druck. Mit seinen Kollegen, vier Leute sind sie in der Anti-Korruptionsabteilung, saß er zusammen, wog ab.
„Die Entscheidung war sehr schwer. Wir haben hier sehr ernsthaft diskutiert und sind froh, dass wir sie nun getroffen haben“, so der Sprecher weiter. Man habe versucht, sich keinem Druck von keiner Seite zu beugen, wie „bei einem einfachen Dieb“ vorzugehen.
Ermittlungen direkt gegen Wulff waren aber ausgeschlossen – wegen der Immunität. Erst Mittwoch kamen dann erbetene Akten in der Sache Wulff/Groenewold aus der Staatskanzlei. Resultat: Es besteht ein Anfangsverdacht. Samstag wird das Team nun die Ermittlungen aufnehmen.
Der begeisterte Wanderer und erfahrene Korruptionsermittler war erst im November nach Hannover gewechselt, arbeitete zuvor in Celle. Seit 15 Jahren ermittelt er, hat „ umfangreiche Verfahren erfolgreich bearbeitet“, so die Behörde.
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