Wien - Jörg Haider war wohl der bekannteste und zugleich umstrittenste Politiker Österreichs.
Ganz offen lobte er die Politik Hitlers, der „sechs Millionen Arbeitslose von der Straße holte“, so Haider. Er wetterte gegen die EU, vor allem aber gegen Ausländer, forderte Fußfesseln für Asylbewerber und richtete erst kürzlich ein Lager für straffällige Ausländer in den Bergen Kärntens ein.
„Wenn jemand so tragisch ums Leben kommt, dann hält man sich zwar mit Kritik zurück“, sagt der österreichische Politologe Prof. Emmerich Talos. „Aber Haider hat die Rechte starkgemacht und ist verantwortlich für eine Politik der Ausgrenzung.“
Nach dem Tod Haiders werde sein Bündnis für die Zukunft Österreichs (BZÖ) zusammenbrechen und wohl mit der FPÖ zusammengehen, meint Talos. „FPÖ-Chef Strache ist zwar vor allem bei der Jugend beliebt, aber er ist kein neuer Haider.“ Die Rechten könnten stärker werden, wenn es in Wien, wo vor zwei Wochen gewählt wurde, wieder eine große Koalition gebe. „Dann könnten sich Protestwähler der FPÖ zuwenden.“
„Auswirkungen auf die rechte Szene in Deutschland hat der Tod Haiders eher nicht“, meint der Berliner Politologe Prof. Oskar Niedermayer. Dazu seien die Verflechtungen nicht eng genug.
Ford gehört wieder das eigene Logo
In seiner Not hatte Ford vor sechs Jahren seine Fabriken, seine Modelle und sogar sein Markenzeichen verpfändet, um an frisches Geld heranzukommen.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Wulff ein
Laut einem Medienbericht sind die Ermittlungen gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff abgeschlossen. Derzeit gebe es eine "abschließende Prüfung der Verdachtslage", heißt es.
Kipping und Schwabedissen kandidieren
Die Linken-Parteivize Katja Kipping und die gescheiterte Spitzenkandidatin bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl, Katharina Schwabedissen, wollen gemeinsam für den Vorsitz der Bundespartei kandidieren.