Wer wird die neue Nummer eins im Staat? Die Suche nach einem Nachfolger für Christian Wulff läuft auf Hochtouren, die Koalition ist frohen Mutes, bald einen Kandidaten präsentieren zu können - und die ersten Favoriten haben schon abgesagt!
Lammert und Voßkuhle wollen nicht
Zwei Kandidaten, die die Favoriten-Rolle inne hatten, haben schon abgesagt: Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, lehnt eine Kandidatur für das Bundespräsidentenamt ab - und am Samstagnachmittag gab auch Bundestagspräsident Norbert Lammert der Koalition einen Korb: Wie die Nachrichtenagentur dapd in Berlin am Samstag aus Regierungskreisen erfuhr, wurde der 63-Jährige gefragt, hat aber abgesagt. Zuvor hatte bereits Thomas de Maizière abgesagt.
Wird's Ex-Bischof Huber?
Als ein möglicher Kandidat wird aktuell noch der frühere evangelische Bischof Wolfgang Huber gehandelt. Auch gegen ihn gibt es aber Vorbehalte. Der evangelische Theologe befindet zu einem sechswöchigen Forschungsaufenthalt in Stellenbosch in Südafrika, sagte sein Sprecher. Am 7. März werde er zurück in Deutschland erwartet. Huber war bereits bei der letzten Präsidentenwahl 2010 als möglicher Anwärter im Gespräch. Damals hieß es, Huber habe verlangt, ein überparteilicher Kandidat zu sein.
Die Bürger wollen Gauck
Der frühere DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck ist nach Umfragen Favorit der Bürger für die Nachfolge von Christian Wulff. In einer am Samstag veröffentlichten Forsa-Umfrage für RTL-Aktuell sagten 46 Prozent, sie hielten Gauck für geeignet. Gauck ist demnach vor allem bei der älteren, gebildeten Generation Favorit.
Auch bei einem ARD-Deutschlandtrend hatten sich am Freitag 43 Prozent der Befragten für Gauck ausgesprochen. 58 Prozent sprachen sich für eine überparteiliche Persönlichkeit als künftiger Bundespräsident aus, nur 31 Prozent wollten einen erfahrenen Politiker.
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