Dresden - Obamania in Deutschland! Der US-Präsident stattet uns einen zweiten Besuch ab.
Direkt im Anschluss an seine Reise in den Orient (Saudi-Arabien und Ägypten) kommt er nach Deutschland. Doch zu sehen bekommt ihn kaum jemand.
Zwei halbe Tage, eine Übernachtung - dann ist er schon wieder weg. Am Donnerstag landet die Air Force One in Deutschland. Danach steht ein Gespräch mit Kanzlerin Merkel auf dem Programm, bevor die beiden Regierungschefs das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald besuchen.
Obamas Onkel gehörte zu den Befreiern des Buchenwald-Außenlagers Ohrdruf. Am Freitag reist Obama noch kurz zum Militärkrankenhaus nach Landstuhl (Rheinland-Pfalz). Danach geht es weiter in Normandie.
Im Vorfeld der Reise gab es viele Wunschtermine von deutscher Seite. Besuch im Zwinger, Besuch der Frauenkirche - all das strichen Obamas Berater aus dem Programm. Es würde das eigentliche Ziel der Reise, das Gedenken an den US-Beitrag zur Beendigung der NS-Herrschaft, konterkarieren.
Nun ist es ein Kurzprogramm. Nach den bisherigen Planungen wird sich der US-Präsident nur einen kurzen Moment lang der Öffentlichkeit zeigen. Und zwar dann, wenn er vom Taschenbergpalais (dort übernachtet er) zum Grünen Gewölbe aufbricht. Der entsprechende Bereich ist eine Sperrzone, in dem sich nur wenige Bürger aufhalten dürfen.
Doch der Hype um Obama ist riesengroß. In Weimar (liegt in der Nähe des KZ Buchenwald) bieten die Läden Süßwaren mit dem Konterfei des Präsidenten an. Sogar ein T-Shirt ist zu kaufen, das Goethe mit einem Obama-Kopf auf der Kleidung zeigt. Ein weiteres T-Shirt trägt die Aufschrift „Nu, mir gönn!“, die sächsische Übersetzung von Obamas Wahlkampfspruch „Yes, we can“.
Und es gibt die zum Besuch geprägte Briefmarke mit dem Aufdruck „Yes, we can auch english!“ Und für die Kleinen ist der Familienhund „Bo“ als Plüschtier im Angebot. Die Stadt Dresden will den hohen Besuch dennoch mit einer zweitägigen Willkommensparty feiern und alle Obama-Bilder auf Riesenleinwand zeigen.
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