Es ist vorbei: Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland ist abgewählt. Beim Bürgerentscheid am Sonntag haben die Duisburger entschieden: Sie wollen Sauerland nicht mehr an ihrer Spitze sehen.
Fast 130.000 Duisburger haben für die Abwahl des 56-Jährigen gestimmt. Das teilte Wahlleiter Peter Greulich am Sonntagabend mit. Das waren deutlich mehr als die für eine Abwahl notwendigen rund 92.000 Stimmen. Für Sauerlands Verbleib stimmten etwa 21.500 Wähler – das reichte nicht für den umstrittenen OB. Jetzt muss innerhalb von sechs Monaten ein Nachfolger gewählt werden.
Ein Bürgerbündnis hatte mit Unterstützung von Parteien und Gewerkschaften die Ablösung Sauerlands gefordert. Sie machen den Oberbürgermeister politisch verantwortlich für die Genehmigung der Loveparade. Bei der Techno-Party waren vor eineinhalb Jahren 21 Menschen in einem Massengedränge gestorben und Hunderte verletzt worden.
Die Gegner werfen Sauerland außerdem „völliges Versagen“ beim Umgang mit Opfern und Angehörigen vor. Einen Rücktritt hatte Sauerland trotz heftiger Kritik stets abgelehnt. Die reguläre Amtszeit des Oberbürgermeisters hätte bis zum Spätsommer 2015 gereicht.
Weg mit Euro-Münzen - dafür Scheine
In Brüssel wird über einen Umstieg von den 1- und 2-Euro-Münzen auf 1- bzw. 2-Euro-Scheine debattiert. Grund: Die Herstellung von Münzen ist sehr kostspielig
Bundestag beschließt Organspende-Reform
Nach jahrelangen Debatten hat der Bundestag eine umfassende Reform der Organspende in Deutschland beschlossen. Wir erklären, was sich für uns ändert.
NSU-Beschuldigter Holger G. wieder auf freiem Fuß
Der Haftbefehl gegen Holger G. wurde aufgehoben. Es liege kein dringender Tatverdacht vor, dass der Mann bei den Morden der NSU-Vereinigung Beihilfe geleistet habe, heißt es.