Papst Franziskus ist noch keine 24 Stunden im Amt und beweist schon seine Bescheidenheit. Nach seinem Gebet in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore kehrte der neue Pontifex zurück in sein Hotel - um die Rechnung zu bezahlen. Dies berichtete der Nachrichtendienst Reuters.
Papst Franziskus, geboren als Jorge Mario Bergoglio, verbrachte die Tage vor dem Konklave im Domus Internationalis Paulus VI, einer Unterkunft der Kirche. Der Vatikan erklärte, dass der Papst sich zum Hotel fahren ließ und darauf bestand, die Rechnung selbst zu bezahlen.
„Er hatte sein Gepäck im Hotel gelassen und wollte es abholen. Er grüßte alle und entschied sich, die Rechnung selbst zu zahlen. Er wollte ein gutes Beispiel für andere Priester und Bischöfe abgeben“, zitiert Reuters einen Vatikansprecher.
Auch Pater Pawel Rytel-Andrianik, der ebenfalls im Hotel lebt, zeigte sich dem Nachrichtendienst gegenüber überrascht: „Ich glaube nicht, dass er sich wegen der Rechnung sorgen muss. Das Hotel ist Teil der Kirche und es ist jetzt seine Kirche.“
Jorge Bergoglio sei ein ganz normaler Gast gewesen: „Wenn wir am Tisch saßen, hätte man nicht bemerkt, dass er ein Kardinal ist. Es sei denn, man wusste es. Er war wie jeder normale Priester. Er fragte nie nach einem Auto, obwohl er es gekonnt hätte. Er nahm immer die Bahn oder ist gelaufen.“
Papst Franziskus ist wohl wirklich ein Papst der Armen. Wie hoch die Rechnung war, ist nicht bekannt.
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