Empfehlen | Drucken | Kontakt03.09.2010 - 14:17 Uhr

Einigung: Alles klar bei Karstadt

Investor Nicolas Berggruen (l.) begrüßt am Donnerstag Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg (r.) und Margret Moenig-Raane von der Gewerkschaft ver.di.
Investor Nicolas Berggruen (l.) begrüßt am Donnerstag Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg (r.) und Margret Moenig-Raane von der Gewerkschaft ver.di.
Foto: ddp
Essen –  

Das Essener Amtsgericht hat den Karstadt- Insolvenzplan angenommen. Damit sei die Übernahme der Warenhauskette durch den deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen in letzter Instanz bestätigt, teilte das Gericht am Freitag mit.

Jetzt bestehe nur noch eine 14-tägige Beschwerdefrist, in der mögliche Verfahrensfehler beanstandet werden können.

Mitarbeiter von verschiedenen Karstadt-Filialen stoßen in Berlin Unter den Linden mit Sekt an. Die Kollegen hatten sich zunächst zu einer Mahnwache vor der Repräsentanz der Deutschen Bank verabredet, dann aber von der Einigung zwischen Investor Berggrün und den an der Finanzierung der Karstadt-Immobilien beteiligten Anleihebesitzern erfahren.
Mitarbeiter von verschiedenen Karstadt-Filialen stoßen in Berlin Unter den Linden mit Sekt an. Die Kollegen hatten sich zunächst zu einer Mahnwache vor der Repräsentanz der Deutschen Bank verabredet, dann aber von der Einigung zwischen Investor Berggrün und den an der Finanzierung der Karstadt-Immobilien beteiligten Anleihebesitzern erfahren.
Foto: dpa

Am 1. Oktober soll dann Berggruen die Schlüsselgewalt für die Karstadt Warenhaus GmbH mit 120 Filialen und rund 25.000 Beschäftigten erhalten.

Highstreet begrüßte die Einigung, „die durch die enormen Zugeständnisse der Vermieter möglich gemacht wurde“. Highstreet habe „mehr als jeder andere Gläubiger dazu beigetragen, einen soliden Neustart von Karstadt zu ermöglichen“, hieß es weiter. Nun sei Berggruen „in der Pflicht, Kapital und Ressourcen einzusetzen und zu beweisen, wie sein Plan für Karstadt gelingen kann“.

Nach monatelangen zähen Verhandlungen hatten die Gläubiger am Donnerstagabend den Forderungen Berggruens nach reduzierten Mieten zugestimmt.

Nach der Zustimmung seien in der Nacht zum Freitag nahezu alle erforderlichen rund 80 Unterschriften eingesammelt worden, hieß es weiter. Am Morgen standen noch zwei Unterschriften aus, die nun den Angaben zufolge vorliegen.


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