Teheran - Nach der Kritik Deutschlands und anderer westlicher Länder an ihm und seinem terroristenfreudlichen Regime tritt Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad jetzt zurück.
Er nimmt die Bluttat in einem Gerichtssaal in Dresden, bei dem eine 31-jährige Ägypterin ums Leben kam, zum Anlass. Ahmadinedschad fordert den UN-Sicherheitsrat auf, Deutschland nicht nur zu verurteilen,sondern gegen Berlin auch Sanktionen zu verhängen.
"Wieso werden sofort Resolutionen verabschiedet, wennin einem anderen Land ein Tausendstel solch einer Tat begangen wird,aber in ihren (westlichen) eigenen Ländern werden die elementarenRechte der Menschen ignoriert", sagte der iranische Präsident.
Seine umstrittene Wiederwahl hatte vor kurzem wegen angeblicher Wahlfälschung zu schweren Protesten und Unruhen geführt.
Der Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einemGerichtssaal in Dresden bezeichnete Ahmadinedschad als "vorprogrammiert". Ebenso vorprogrammiert ist nun die Retourkutsche Ahmadinedschads.
"Der Westenprahlt mit seinem stets funktionierenden Sicherheitsapparat, aberdann kommt einer in den Gerichtssaal und sticht nicht einmal, sondernachtzehn Mal auf eine unschuldige Frau ein, und das vor den Augen desRichters, der Geschworenen und der Polizei", sagte Ahmadinedschad ineiner Kabinettssitzung in Teheran. Das berichtet die Agentur Irna.
"Da kommen ein paarLeute in Teheran auf die Straßen und verbrennen öffentlichesEigentum, und schon reden alle (im Westen) vonMenschenrechtsverletzungen (wenn die Polizei eingreift), aber wenneine unschuldige Frau in einem Gerichtssaal zerstückelt wird, regtsich niemand auf", sagte Ahmadinedschad.
Laut Ahmadinedschad benehme sich Deutschland wie ein"Sklaventreiber" und unterstütze seit 60 Jahren die Interessen derZionisten (Israel). "Die Völker werden diese Tat nicht so einfachvergessen, wir sind präsent, die anderen Länder auch, und wir werdendiesen Fall weiterverfolgen, bis es Gerechtigkeit gibt", sagte derPräsident.
Er forderte weiterhin einen Prozess gegen den Richter unddie Polizeibeamten des Dresdner Gerichts.
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