Freiwillig mehr Steuern zahlen: Wer macht denn sowas? Überraschenderweise mehr, als wir dachten. Zumindest würde ein Großteil der Bundesbürger mit hohem Einkommen angesichts der Finanzkrise höhere Steuern in Kauf nehmen.
In einer Umfrage für das Hamburger Magazin "stern" sagten 42 Prozent der Deutschen, die über ein Nettoeinkommen von 4000 Euro und mehr verfügen, sie seien grundsätzlich bereit, mehr Steuern zu entrichten. Ähnlich hoch (43 Prozent) ist der Prozentsatz in der Einkommensklasse zwischen 3000 und 4000 Euro netto im Monat.
Sogar knapp jeder Dritte, der weniger als 3000 Euro netto im Monat verdient, würde jetzt mehr zahlen.
Ihre Bereitschaft zu höheren Steuern erklärten auch mehr als 50 Unternehmer, Prominente oder weniger bekannte, gut verdienende Bundesbürger.
Unter ihnen ist zum Beispiel der Modeunternehmer Jürgen Hoch. Er empfindet es als „blanken Hohn, wenn Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld gestrichen wird, und Leute wie ich müssen keinen Cent mehr bezahlen“.
Die soziale Schieflage des Sparpakets prangert auch Tim Renner an, der Geschäftsführer der Motor Entertainment Group in Berlin. „Es ist obszön, dass der von den Finanzmärkten verursachte volkswirtschaftliche Schaden ausgerechnet von Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern beglichen werden soll“, so Renner.
Um den Größenwahn zu stoppen, der die Finanzkrise auslöste, schlägt Trigema-Chef Wolfgang Grupp vor, den Spitzensteuersatz „auf 60 oder 70 Prozent zu erhöhen und denen, die persönlich haften, einen Rabatt von 50 Prozent einzuräumen.“
Auch diese Promis sagen "ja" zu höheren Steuern:
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Grund für die Erhöhung sei der technische Fortschritt. Die Speicherkapazitäten für urheberrechtlich geschütztes Material seien in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, erklärte ein Gema-Sprecher.
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