25.000 Aktivisten sind Samstag bei strahlendem Sonnenschein durch Frankfurts Innenstadt gezogen. Ihr Anliegen: der Protest gegen die Macht der Banken und Europas Sparpolitik. Ihr Ziel: die Europäische Zentralbank. Aufgerufen hatten Gewerkschaften, die Linke und das Bündnis Attac.
Doch die Empörung richtete sich nicht nur gegen die Exzesse des Kapitalismus, sondern auch gegen das Vorgehen der Frankfurter Stadtoberen. Bis auf die Großdemo am Samstag hatte man nämlich alle Proteste der „Blockupy“-Bewegung in der Main-Stadt verboten – aus Angst vor „Chaos“.
5000 Polizisten waren im Einsatz, schon auf den Autobahnen warteten Polizeieinheiten. Sie hielten Anreisende stundenlang auf Parkplätzen fest, stürmten Busse und filmten die Insassen. Trotz des martialischen Auftretens der Polizei blieb die Kundgebung gestern entspannt.
„Erschrocken“ zeigte sich SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles vom Demo-Bann: „Es ist richtig, gewaltfrei gegen die Übermacht der Banken zu demonstrieren.“ Auch der Liedermacher Konstantin Wecker durfte nicht auftreten. Wecker empört: „Mir ist noch nie das Singen verboten worden – nicht einmal in der DDR!“
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