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„Herrenwitz“ vor Cricketspielern: Sexismus-Debatte startet in Australien

Der Lebenspartner von Regierungschefin Julia Gillard steht in der Kritik.
Der Lebenspartner von Regierungschefin Julia Gillard steht in der Kritik.
Foto: dpa
Canberra –  

Die Sexismus-Debatte nimmt Fahrt auf - und wird auch in Australien zum Thema. Nach einer zotigen Bemerkung hat nicht Rainer Brüderle, sondern Tim Mathieson, Lebenspartner von Australiens Regierungschefin Julia Gillard, die Diskussion losgetreten.

Mathieson soll Cricketspielern bei einem Empfang am Montagabend regelmäßige Prostata-Untersuchungen empfohlen haben: „am besten von einer kleinen asiatischen Ärztin.“ Seit dieser Bemerkung wird auch am anderen Ende der Welt heiß diskutiert.

Besonders pikant: Julia Gillard (51) war vor einem Jahr im Parlament gegen Sexismus auf die Barrikaden gegangen. Damals bezeichnete sie den konservativen Oppositionsführer Tony Abbott als Frauenhasser. Auslöser war ein Skandal um den Parlamentspräsidenten, der frauenverachtende SMS-Botschaften an einen Mitarbeiter geschickt hatte.

Auch Tony Abbott war mit sexistischen Bemerkungen aufgefallen. „Ich toleriere keine Lektion über Sexismus und Frauenfeindlichkeit von diesem Mann. Wenn er wissen will, wie Frauenhass im modernen Australien aussieht, muss er nur in den Spiegel schauen“, rief Gillard damals aufgebracht. Die Opposition forderte von der Regierungschefin die Entlassung Abbotts.

Zum „Herrenwitz“ ihres eigenen Lebenspartners sagte Gillard am Dienstag: „Er hat eingesehen, dass der Witz geschmacklos war.“

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