Der Vorstand der Bundesbank hat sich nach Informationen der „Berliner Zeitung“ einstimmig für die Trennung von seinem Mitglied Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“ (DVA, 22,90 €))ausgesprochen.
Wie das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe schreibt, geht es nur noch um das Wie des Rauswurfs, nicht mehr um die Tatsache an sich.
„Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Zeitung.
Anders als vor einem Jahr, als Bundesbankpräsident Axel Weber wegen eines Interviews schon einmal den Vorstand vom Rauswurf Sarrazins habe überzeugen wollen, aber gescheitert sei, stünden jetzt alle vier Mitglieder hinter dem Präsidenten.
Konkret gehe es darum, wie die Bundesbank Sarrazin auf eine Art loswerden kann, dass seine Chancen, sich wieder in die Bundesbank einzuklagen, minimiert würden.
In der Bundesbank gehe man davon aus, dass Sarrazin auf jeden Fall gegen seine Abberufung gerichtlich vorgehen werde. Hinzu komme, dass eine reine Abberufung teuer wäre. Wird ihm nicht gleichzeitig aus wichtigem Grund fristlos gekündigt, hätte Sarrazin den Angaben zufolge weiterhin Anspruch auf seine Bezüge.
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