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Empfehlen | Drucken | Kontakt 15.02.2013 - 19:20 Uhr

Ural-Einschlag erst der Anfang?: So gefährlich ist der Mega-Asteroid

Die Illustration zeigt die Asteroiden-Begegnung.
Die Illustration zeigt die Asteroiden-Begegnung.
Foto: dpa
Moskau/Darmstadt –  

Der Meteoritenunfall in Tscheljabinsk hat nicht nur die Menschen in Russland geschockt. Bei dem Einschlag des Himmelkörpers wurden rund 1200 Menschen verletzt.

Weltraumexperten geben nun jedoch Entwarnung, mit weiteren Zwischenfälle in der Region rund um das Uralgebirge sei nicht zu rechnen.

Einen Zusammenhang mit dem Asteroiden "2012 DA14", der am Freitagabend an der Erde vorbeirasen wird, gibt es laut der europäischen Weltraumagentur Esa nicht: "„Das ist etwas völlig anderes. Flugbahn und Ort des Anschlages sprechen absolut dagegen."

Der Unterschied zwischen einem Asteroiden und einem Meteoriten ist ihre Größe. Himmelskörper mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern gelten als Meteorit, bis zu einem Durchmesser von 100 Kilometern als Asteroid und darüber als Komet.

Das bei dem Meteoriteneinschlag in Russland Menschen zu Schaden gekommen sind ist sehr ungewöhnlich, weil die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen extrem gering ist. Die meisten Einschläge gibt es statistisch gesehen in unbewohnten Gebieten und über dem Meer.

Asteroid heute Abend zu sehen

Der Asteroid „2012 DA14“ wird heute (Freitag) so nahe an der Erde vorbeischrammen wie kein vorhergesagter Himmelskörper dieser Größe jemals zuvor. Am hellsten ist der Asteroid „2012 DA14“ in Deutschland nach Auskunft der Europäischen Raumfahrtagentur Esa um etwa 20.40 Uhr, wenn er gerade über dem Osthorizont erscheint.

„Er geht im Sternbild Jungfrau auf, passiert dann den Löwen und gelangt zum großen Wagen“, erläuterte Esa-Mitarbeiter Gerhard Drolshagen. Am frühen Samstagmorgen befinde sich der nach Norden ziehende Himmelskörper in der Nähe des Polarsterns. Die Wetteraussichten für den Freitagabend sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes jedoch schlecht. Nur im Osten gebe es eine kleine Chance auf ein paar Wolkenlücken. Immerhin werde die Nacht wärmer als die vorhergehenden.

Der Asteroid ist ohnehin nur mit einem guten Fernglas zu sehen. „Um Mitternacht ist er so weit weg, dass ein kleines Teleskop nötig wird“, erläuterte Drolshagen. Dabei habe der Asteroid eine Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern pro Stunde. Aufgrund der Entfernung erscheint er jedoch viel langsamer.

„Er zieht von der Erde aus gesehen zunächst in einer Minuten durch eine Strecke, die etwas größer ist als ein Vollmonddurchmesser.“ Da er sich recht schnell von der Erde entferne, erscheine seine Geschwindigkeit später etwas langsamer.

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