Der astronomische und kalendarische Winteranfang ist am Tag der Wintersonnenwende. In diesem Jahr ist es am 22. Dezember um genau 6.30 Uhr so weit.
Die Meteorologen haben „ihren“ Winter bereits am 1. Dezember begonnen. Sie teilen die Jahreszeiten in jeweils drei Monate ein, um Wetterstatistiken besser vergleichen zu können.
Der kalendarische Winteranfang markiert den kürzesten Tag des Jahres. Auf der nördlichen Erdhalbkugel erreicht die Sonne dann den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn. Den größten Teil des Tages steht sie unterhalb des Horizonts, am nördlichen Polarkreis geht sie gar nicht auf.
In Mitteleuropa scheint die Sonne an diesem Tag nur knapp acht Stunden - sofern es die Wolkendecke zulässt.
Von nun an werden die Nächte aber täglich wieder kürzer, bis am 21. Juni 2012 (Sommersonnenwende) der längste Tag mit einem Mittsommerfest gefeiert wird.
Dass auch Feiern zur Wintersonnenwende eine alte Tradition haben, zeigen frühgeschichtliche Kultstätten wie das englische Stonehenge. Die Römer feierten am kürzesten Tag des Jahres ihren Sonnengott Saturn, die Germanen begingen das Julfest mit kultischen Feuern.
Mit der Christianisierung in Mitteleuropa ersetzte das Weihnachtsfest zur Erinnerung an die Geburt Jesu die heidnischen Bräuche, das Licht als ein Symbol des Feiertages blieb.
2012 fällt die Wintersonnenwende übrigens auf den 21. Dezember - und das ruft mal wieder die Weltuntergangsbeschwörer auf den Plan.
Sie beziehen sich auf eine 1300 Jahre alte Maya-Prophezeihung.
Archäologen sind sich uneinig über die Bedeutung der Maya-Inschrift. Sie ist auf einem rund 1300 Jahre alten Stein eingemeißelt und beschreibt 13 rund 394 Jahre lange Kalenderzyklen, beginnend mit einem Datum 3114 vor Christi Geburt.
Demnach endet der Kalender am Tag der Wintersonnenwende 2012, also am 21. Dezember. Ob das Ende dieser Ära gleichzeitig den Beginn einer weiteren darstellt oder das Ende der Welt bedeuten soll, zu gibt es nur Spekulationen.
Im Jahre 1000 verkündete Papst Silvester II. den drohenden Weltuntergang. Um Mitternacht des 31. Dezember 999 sollte es soweit sein. Angeblich löste diese Ankündigung bei den gläubigen Menschen eine Massenhysterie aus. Horden von Räubern plünderten das Land und der Pöbel forderte lautstark die Hinrichtung von Zauberern und anderen suspekten Gestalten.
Als sich dann keine Apokalypse einstellte, begründete der Papst das mit der Macht seiner Gebete. Diese hätten die Menschheit gerettet, behauptete das Kirchenoberhaupt damals.
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