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Empfehlen | Drucken | Kontakt 11.01.2013 - 10:56 Uhr

Hochspannungsleitung gestreift: Heli stürzt auf Autobahn, kracht in Lkw - Pilot tot

Polizeikräfte untersuchen das Wrack eines verunglückten Hubschraubers. Der Hubschrauber war auf die Autobahn 6 gestürzt und in Flammen aufgegangen.
Polizeikräfte untersuchen das Wrack eines verunglückten Hubschraubers. Der Hubschrauber war auf die Autobahn 6 gestürzt und in Flammen aufgegangen.
Foto: dpa
Schwäbisch Hall –  

Es hätte ein Alptraum mit vielen Opfern sein können: Ein Hubschrauber stürzt auf eine Autobahn, kracht dabei in einen Lastwagen und geht in Flammen auf. Für den Piloten kommt jede Hilfe zu spät.

Von dem Hubschrauber ist Stunden nach dem Absturz nur noch ein kleiner, ausgebrannter Klumpen auf der Autobahn 6 übrig: Mitten im Berufsverkehr ist der Helikopter am Donnerstagnachmittag auf die Fahrbahn nahe Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg gestürzt. Der Pilot kam nach Polizeiangaben dabei ums Leben. Der Hubschrauber ging sofort in Flammen auf. Vor dem Crash auf der vielbefahrenen Transitstrecke kurz vor der 180 Meter hohen Kochertalbrücke - eine der höchsten Brücken Europas - berührte die Maschine noch einen Lastwagen.

Die Polizei in Schwäbisch Hall teilte mit, es gebe keine Opfer außerhalb des Hubschraubers. Darin habe der Pilot alleine gesessen. Der Lastwagenfahrer überlebte nach bisherigen Informationen leicht verletzt. „Das ist ein Riesen-Dusel, dass da nicht mehr passiert ist“, sagte ein Polizeisprecher. Der Helikopter lag auf der Richtungsfahrbahn Nürnberg.

Nach Angaben der Polizei ist der Grund des Absturzes bislang nicht bekannt. Der Hubschrauber beschädigte eine Stromleitung. „Ob der Hubschrauber in die Stromleitung stürzte, oder ob der Absturz infolge des Kontaktes erfolgte, ist bislang ungeklärt. Die Ermittlungen hierzu sind in vollem Gange“, sagte ein Polizeisprecher.

Der erste Notruf ging um 16.41 Uhr beim Polizeirevier Schwäbisch Hall ein. Ein Lkw-Fahrer war auf dem Weg in Richtung Nürnberg, als er das Unglück bemerkte und die Polizei alarmierte.

Die Rettungskräfte konnten anfangs nicht zum Wrack des Hubschraubers vordringen, weil es brannte. Der Hubschrauber sei gelöscht, die Hitze wegen des Brandes aber noch sehr stark, hieß es am Abend. Vermutlich sollte die Bergung des Wracks die ganze Nacht dauern. Vor Ort waren Spezialisten, um die Unglücksursache zu klären. Experten wollten die Hochspannungsleitung überprüfen und reparieren.

Es handelt sich um einen Kleinhubschrauber einer Privatfirma aus der Region. Die Autobahn sei zwischen Kupferzell und Schwäbisch Hall in beiden Richtungen gesperrt, hieß es. Es bildete sich schnell ein Stau in beide Richtungen von zusammen fast 20 Kilometern.

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