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Fotos vom Gefängnis: Hier schmort Massenmörder Breivik bis ans Ende seiner Tage

Das sind Breiviks Zellen
Oslo –  

Wenn am morgigen Freitag im Namen des Volkes das Urteil fällt, wird sich auch die klaffende Wunde in der Seele Norwegens langsam schließen. Anders Breivik wird für seine Taten büßen – egal ob er als schuldfähig eingestuft wird oder nicht.

Die Fotos, die vom Hochsicherheitsgefängnis Ila freigegeben wurden, werden helfen, das nationale Trauma zu überwinden. Hier wird der Massenmörder lebenslang schmoren. Rund zehn Wochen dauerte der Umbau in Ila. Extra für Breivik richtet der Staat hier eine psychiatrische Abteilung ein. Das Gericht wird am Freitag zwar entscheiden, ob ein geistig gestörter Fanatiker oder ein politischer Extremist in vollem Bewusstsein in Oslo und auf der Insel Utøya 77 unschuldige Menschen massakrierte.

An der zukünftigen „Unterbringung“ Breiviks wird das jedoch nichts ändern: Dem 33-Jährigen stehen insgesamt drei Zellen von je acht Quadratmetern zur Verfügung: eine Schlaf-, eine Arbeits- und eine Trainingszelle mit Laufband und weiteren Trimm-Geräten.

Breivik ist im Abschnitt G des Hochsicherheitstraktes untergebracht. Hier sind Wände und Böden aus weißem Stein. In diesem neuen Trakt, der auch „der Keller“ genannt wird, sind die Möbel nicht verrückbar, selbst der Computer (ohne Internet-Zugang) ist an einem Schreibtisch festgeschraubt. Breivik hat auch Freigang – im Innenhof. Doch der Kontakt zu anderen Gefangenen aus anderen Abteilungen ist untersagt.

Im Falle einer Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe drohen Breivik maximal 21 Jahre Haft sowie eine anschließende Sicherungsverwahrung. Nach Ablauf der Strafe kann die Justiz unbegrenzt eine Haftverlängerung von jeweils maximal fünf Jahren beschließen.

Wird der Mörder von den Richtern als unzurechnungsfähig eingestuft, wird er zur psychiatrischen Behandlung zwangseingewiesen – vermutlich bis zum Ende seines Lebens. Wie auch immer – Gefängnischef Knut Bjarkeid: „Wir sind bereit, Herrn Breivik zu empfangen, wenn er in Haft muss. Aber auch, wenn er zu psychiatrischer Unterbringung verurteilt wird.“

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