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Flugzeugunglück in Moskau: Schock-Video! Hier fliegen Trümmer der Tupolew auf die Schnellstraße

Das Cockpit der Maschine wurde abgerissen.
Das Cockpit der Maschine wurde abgerissen.
Foto: dapd
Moskau –  

Plötzlich bricht ein Flugzeug durch die Straßenbegrenzung, umher fliegende Trümmerteile fegen die Autos aus der Spur, der Staub nimmt die Sicht – was sich nach einer Szene aus einem Action-Film anhört, ist leider traurige Realität.

Ein Amateurvideo ist aufgetaucht, dass das verheerende Flugzeugunglück auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo aus einer anderen Perspektive zeigt. Ein Auto, an dem eine Kamera befestigt war, passierte in dem Moment die Unglücksstelle als ein Reifen des Fliegers quer über die Fahrbahn schoss und einen anderen Wagen ins Schleudern brachte.

Das Passagierflugzeug war am Samstag über die Landebahn hinausgeschossen und hatte die Abgrenzung zur Schnellstraße durchbrochen. Die Tupolew Tu-204 zerbrach in mehrere Teile und fing Feuer.

Hier das Amateurvideo vom Unglück aus Sicht der Schnellstraße.

25-Jährige erliegt ihren Verletzungen

Einen Tag nach dem Unglück erlag eine 25-Jährige ihren Verletzungen. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf fünf an. Drei weitere Personen, eine Frau und zwei Männer, wurden bei der Bruchlandung am Samstag lebensgefährlich verletzt.

Unglücksursache war vermutlich ein defektes Bremssystem am Flugzeug, wie die Agentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf Ermittlerkreise meldete.

Die Maschine der Airline Red Wings kam aus Tschechien. An Bord waren acht Menschen. Die Piloten hätten nach der Landung alles versucht, um die Maschine zum Stehen zu kriegen. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Behörden von den sichergestellten Flugschreibern.

Fluggesellschaft will Schmerzensgeld zahlen

Regierungschef Dmitri Medwedew beauftragte eine Kommission, die Unglücksursache zu klären. Die Ermittlungsbehörde leitete ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen Flugsicherheitsvorschriften ein.

Die Fluggesellschaft will den Hinterbliebenen je zwei Millionen Rubel (etwa 50 000 Euro) und den Verletzten je eine Million Rubel Schmerzensgeld zu zahlen. Auch die Stadt Moskau kündigte je eine Million Rubel Schmerzensgeld für die Opfer an.

Ermittler beschlagnahmen Dokumente

Die Ermittlungsbehörde beschlagnahmte im Büro der Fluggesellschaft Red Wings, die dem Oligarchen Alexander Lebedew gehört, Dokumente zu der Unglücksmaschine. Außerdem solle der Funkkontakt zwischen dem Piloten, der ums Leben kam, und dem Fluglotsen ausgewertet werden, sagte Behördensprecher Wladimir Markin.

Erst am 20. Dezember war eine Tu-204 mit 60 Passagieren an Bord, die in Wnukowo gestartet war, in der westsibirischen Stadt Nowosibirsk etwa 300 Meter über die Landepiste hinausgerutscht. Grund war ein platter Reifen. Niemand wurde verletzt.

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