Panorama
Panorama: Erfahren Sie Neues aus Deutschland und der Welt auf express.de

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Fall Lena (11): Emden: 5 Jahre für den Mord-Aufruf?

Vor den Augen der Fotografen führten Polizeibeamte den 17-Jährigen am Mittwoch beim Haftrichter vor. Er verbarg sein Gesicht unter der Jacke.
Vor den Augen der Fotografen führten Polizeibeamte den 17-Jährigen am Mittwoch beim Haftrichter vor. Er verbarg sein Gesicht unter der Jacke.
Foto: dpa
Emden –  

Während die Ermittler prüfen, ob der geständige Mörder der kleinen Lena noch für andere Straftaten verantwortlich ist, gehen auch die Ermittlungen gegen einen anderen jungen Mann weiter.

Der 18-Jährige aus Ostfriesland hatte im Internet zu Gewalt gegen den ersten, fälschlich Verdächtigen aufgerufen. Daraufhin versammelten sich 50 Menschen vor der Polizeiwache und forderten, den inzwischen rehabilitierten Berufsschüler zu lynchen.

Gegen den Urheber der Aktion wird nun wegen „öffentlichen Aufrufens zu einer Straftat“ ermittelt. Laut Strafgesetzbuch (Paragraf 111) kann eine solche Aufforderung mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden – auch, wenn niemand der Aufforderung folgt.

Gerade soziale Netzwerke würden sich zu solchen Aufrufen anbieten, weil sie eine schnelle Verbreitung möglich machen, so der Berliner Strafrechtsexperte Nikolai Venn. Eine Verschärfung des Strafrechts sei trotz Facebook & Co. aber nicht nötig. Venn: „Ich denke, dass die bestehenden Strafbestände ausreichen.“

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Panorama
Ein Mitglied des Entschärfungskommandos bei der Arbeit. Zwei Rucksäcke wurden kontrolliert gesprengt.
Attentats-Jahrestag
Verdächtige Rucksäcke: Alarm in Boston

Vor einem Jahr wurden durch Bomben beim Boston-Marathon drei Menschen getötet. Jetzt wurden wieder verdächtige Rucksäcke gefunden und gesprengt. Die Polizei nahm einen Mann fest.

Rettungshelikopter bringen Passagiere in Sicherheit.
290 Vermisste
Fähre vor der Küste Südkoreas havariert!

Eine Fähre ist vor Südkorea in Seenot geraten und fast komplett gesunken. Noch immer läuft die Rettungsaktion, rund 470 Menschen waren an Bord. Es gibt Todesopfer.

Die Maschine des Southwest-Airlines war auf dem Weg von Chicago nach Sacramento.
Panik über den Wolken
Mann will Tür öffnen, um Gott zu besuchen

Panik an Bord einer Southwest-Airlines Maschine: Ein Mann wollte aus dem Flugzeug springen. Hoch in der Luft wollte der Passagiere die Flugzeugtür öffnen, um Gott zu besuchen.

Panorama
Anzeigen



Aktuelle Videos
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Machen Sie mit bei der großen romantischen Hochzeits-Aktion im EXPRESS.

Machen Sie mit: EXPRESS erzählt tolle Liebesgeschichten aus dem Rheinland.

Aktuelle News-Fotogalerien