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Drei Satelliten abgestürzt: Hier explodiert eine russische Trägerrakete

17 Sekunden nach dem Start stürzt die Trägerrakete ab.
17 Sekunden nach dem Start stürzt die Trägerrakete ab.
Foto: Screenshot (YouTube)
Moskau –  

Panik in Kasachstan! Bei einer neuen schweren Raumfahrtpanne hat Russland eine Proton-Rakete mit drei Satelliten für sein Navigationssystem Glonass verloren. Die Trägerrakete stürzte am Dienstag nur 17 Sekunden nach dem Start auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe ab. Dies teilte die Agentur Interfax mit.

Eine Übertragung auf der Internetseite des russischen Raumfahrtkonzerns Roskosmos zeigt, dass das Gespann direkt über dem Gelände des Startkomplexes explodierte. Opfer oder Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es zunächst. Auch die Anlage sei intakt.

Wegen des giftigen Treibstoffs seien allerdings in Baikonur zahlreiche Gebäude evakuiert worden. Das Heptil sei bei der Explosion zum größten Teil verbrannt, teilten kasachische Behörden in der Hauptstadt Astana mit. Gleichwohl habe Gefahr bestanden, dass sich die toxische Heptil-Wolke ausbreite, sagte der kasachische Zivilschutzminister Wladimir Boschko Interfax zufolge.

Nach ersten Erkenntnissen gab es Fehler im Antriebssystem der Rakete. Der Schaden könnte sich auf 200 Millionen US-Dollar (rund 153 Millionen Euro) belaufen.

Es war bereits die dritte Panne für die russische Raumfahrt in diesem Jahr. Schon 2010 hatte Russland bei einem Fehlstart gleich drei Satelliten für Glonass auf einmal verloren.

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