Panorama
Panorama: Erfahren Sie Neues aus Deutschland und der Welt auf express.de

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Drei Festnahmen!: Razzien gegen rechte Szene in NRW

Köln –  

Am frühen Mittwochmorgen hat eine Spezialeinheit der Kölner Polizei Wohnungen und einen Geschäftsraum von Mitgliedern der rechten Szene in Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Mehr als 100 Beamte durchsuchten ab 5 Uhr in Düsseldorf, Wuppertal und Essen und Radevormwald insgesamt 20 Objekte. Darunter auch das Fraktionsbüro der rechtspopulistischen Partei Pro NRW in Radevormwald.

Bei der Razzia am Mittwoch wurde auch das Fraktionshaus der rechtspopulistischen Partei Pro NRW in Radevormwalde durchsucht.
Bei der Razzia am Mittwoch wurde auch das Fraktionshaus der rechtspopulistischen Partei "Pro NRW" in Radevormwalde durchsucht.
Foto: dapd

Insgesamt wurden in Radevormwald 17 Wohnungen hochgenommen. Dazu eine Wohnung in Essen, eine in Düsseldorf und drei in Wuppertal. Eins der Objekte wurde erst bei laufender Aktion in die Razzia einbezogen – per Eil-Antrag.

Bei der Razzia wurden etliche gefährliche Gegenstände sichergestellt: Schwerter, Wurfmesser, Reizgas – aber auch mindestens eine scharfe Schusswaffe. Dazu sicherten die Ordnungshüter Nazi-Hetzschriften.

Zivilfahnder konfiszieren bei einer Durchsuchung einen Drucker.
Zivilfahnder konfiszieren bei einer Durchsuchung einen Drucker.
Foto: dpa

Der Staatsschutz ermittelt ebenfalls gegen führende Köpfe des rechtsextremen „Freundeskreis Rade“. Insgesamt 18 Verdächtigen werfen Staatsanwaltschaft und Polizei die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Es bestehe zudem der Verdacht, dass Mitglieder dieser Vereinigung erhebliche Straftaten und Gewaltverbrechen begangen hätten, hieß es. Drei Personen wurden in diesem Zusammenhang bereits festgenommen. Sie werden nun nach Köln gebracht und dem Haftrichter vorgeführt.

„Der heutige Tag macht deutlich, dass wir die Bedrohung von Rechts sehr ernst nehmen und konsequent gegen die Szene in Radevormwald vorgehen“, sagte Polizeipräsident Albers am Mittwoch in Köln.

Albers weiter: „Wir machen den Rechten mit der Sonderkommission 'Im Fokus: Rechts' Druck“. Das Vorgehen sei Teil des von Innenminister Ralf Jäger (SPD) initiierten Acht-Punkte-Programms.
Das Programm, das Jäger im Dezember präsentiert hatte, sieht unter anderem die Erfassung aller Straftaten von Neonazis und eine Verschärfung des Waffengesetzes vor. Zudem sind darin mehr Kontrollen in der rechtsextremen Szene vorgesehen.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Panorama
Prediger Pierre Vogel (36) beim Gebet – hier in Hamburg.   Der   Salafist, der in Frechen geboren und evangelisch getauft wurde,  zog mit seiner Familie jetzt wieder zurück nach Bergheim.  Der NRW-Verfassungsschutz stuft ihn als „führenden Kopf“ der Szene ein. Gefährlich sei er auch wegen seiner  sehr effektiven Werbung für den Salafismus. Er spreche  „die Sprache der jungen Menschen“.
Pierre Vogel und Co.
IS-Terror: So tief steckt er im Rheinland

Im Rheinland sind radikale Salafisten besonders aktiv. Unter verschärfter Beobachtung der Sicherheitsbehörden stehen in NRW besonders drei Regionen: Bonn, Wuppertal und Solingen und Aachen.

Breit grinst der Bankräuber in die Kamera.
Nach Verhaftung
Bankräuber grinst in die Kamera

So freudig wie Michael Whitington lächelte noch nie jemand nach seiner Verhaftung in die Kamera. Warum auch immer!

In diesem Apartment-Komplex wohnte der mit Ebola infizierte Mann.
Schüler unter Beobachtung
US-Behörden: Ebola-Patient hatte Kontakt zu Kindern

Im US-Bundesstaat Texas gibt es den ersten Ebola-Fall außerhalb von Afrika. Am Mittwoch gaben US-Behörden bekannt: Der Erkrankte hatte vor seiner Einweisung in die Klinik Kontakt zu Schulkindern!

Panorama
Anzeigen



Aktuelle Videos
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Machen Sie mit bei der großen romantischen Hochzeits-Aktion im EXPRESS.

Machen Sie mit: EXPRESS erzählt tolle Liebesgeschichten aus dem Rheinland.

Aktuelle News-Fotogalerien