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Besuche verboten: Studentin klagt sich Eltern vom Hals

Das Gericht klärte den Streit zwischen Tochter und Eltern.
Das Gericht klärte den Streit zwischen Tochter und Eltern.
Foto: dpa (Symbolfoto)
Cincinnati –  

Achtung, allzu fürsorgliche Väter und Mütter: Sie könnten als Stalker vor Gericht landen!

Einer US-Studentin ging die „Dauerüberwachung“ ihrer besorgten Eltern so sehr gegen den Strich, dass sie sich sie per Gerichtsbeschluss vom Leib hält.

Nur 150 Meter – näher dürfen David und Julie Ireland ihrer eigenen Tochter nicht mehr auf den Pelz rücken, entschied die Richterin in Cincinnati.

Um zu sehen, wie sich ihr Töchterchen in Ohio als Theater-Studentin so macht, fuhren die beiden ständig 1000 Kilometer aus Leawood (Kansas) für Überraschungs-Besuche an Aubreys Uni. Und begannen ihre erwachsene Tochter auch vor Fremden zu beschuldigen, sie nehme Drogen und treibe sich mit Jungs herum.

„Es war beschämend und peinlich, dass sie mir auf Schritt und Tritt folgten. Ich fühlte mich wie ein Hund an der Leine“, sagt Aubrey.

Der Gipfel: Die Eltern schenkten der 21-Jährigen einen Laptop, in dem Überwachungs-Software installiert war, um Aubrey orten, jeden Tastendruck kontrollieren zu können. „Und die ganze Nacht waren wir über Skype verbunden, damit sie auf dem Bildschirm sehen können, ob ich daheim schlafe.“

Auf ihrem Handy spionierten die Eltern Anrufe aus. „Sie sagten, sie hätten das Recht dazu, weil sie meine Ausbildung bezahlen“.

Als die Eltern dann noch gegenüber dem Chef der Fakultät behaupteten, Aubrey sei psychisch gestört und müsse in Behandlung, wurde es der Studentin zu bunt. Sie schickte ihre Eltern als Stalker auf Abstand, bis September 2013 gilt Kontaktverbot.

Aus Wut verlangten die Eltern von Aubrey 66 000 Dollar für drei Ausbildungsjahre zurück – doch jetzt sind es David und Julie Ireland, die als Prozess-Verlierer zahlen müssen...

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