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Bereits zwei Tote: 10.000 Urlauber tödlichem Hantavirus ausgesetzt

Im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien sind 10.000 Urlauber mit dem gefährlichen Hantavirus in Kontakt gekommen. Zwei Übernachtungsgäste sind bereits gestorben.
Im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien sind 10.000 Urlauber mit dem gefährlichen Hantavirus in Kontakt gekommen. Zwei Übernachtungsgäste sind bereits gestorben.
 Foto: dpa
Fresno –  

Tödliche Gefahr im Yosemite-Nationalpark in den USA: Tausende Besucher sind in Kalifornien mit dem tödlichen Hantavirus in Kontakt gekommen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind zwei Menschen nach einer Infektion mit der von Mäusen und anderen Nagern übertragenen Variante des Hantavirus gestorben. Mindestens vier weitere seien nach der Übernachtung in Zelten in dem berühmten Park erkrankt.

10.000 Menschen Virus ausgesetzt

Wie die Parkleitung am Freitag (Ortszeit) in Fresno mitteilte, wurden fast 3.000 Gäste angeschrieben, die für den Zeitraum von Juni bis August Übernachtungen in Spezialzelten vom Typ „Signature“ im historischen Curry Village gebucht hatten. Da die Unterkünfte auf vier Personen ausgelegt seien, könnten bis zu 10.000 Menschen dem Virus ausgesetzt worden sein, das zum Hantavirus-Lungensyndrom führen kann.

Übertragung
Inkubationszeit
Symptome
Vorbeugung

• Die Übertragung geschieht durch verschiedene Nager, die mit dem Speichel, den Fäkalien und dem Urin große Mengen an Erregern ausscheiden.

• Bei den Nagern sind vor allem Mäuse, in Deutschland besonders die Rötelmaus als Überträger festgestellt, die jedoch selbst nicht erkranken.

• Die Übertragung auf den Menschen erfolgt sowohl durch Kontaktinfektion als auch durch die Atmung - seltener durch Nagetierbisse.

• Eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nur in einem einzigen Fall in Südamerika beschrieben worden.

Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 21 Tage.

• Es kommt zu Fieber und Proteinurin - diese Symptome heilen ohne Folgen aus.

• Bei bis zu einem Drittel der Erkrankten ergibt sich ein schwererer Verlauf: Nach einer Fieberphase von 3 bis 7 Tagen mit Kopfschmerzen, Myalgien (Muskelschmerzen), Blutungen der Augenbindehaut (konjunktivalen Blutungen), Hautblutungen (Petechien) und Blutungen der Schleimhäute kommt es vorübergehend zu Hypotonie (Blutdruck unterhalb der Norm), Herzrasen und evtl. Bewusstseinsstörungen.

Der Nachweis von Hantaviren ist meldepflichtig.

Eine Impfung gegen Hanta-Viren befindet sich erst im Entwicklungsstadium.

Eine andere Möglichkeit, die Infektion mit Hanta-Viren zu verhüten, ist, Nagetiere im Umfeld von menschlichen Siedlungen zu bekämpfen.

Ist ein Kontakt nicht zu vermeiden, z. B. beim Reinigen befallener Räume, wird empfohlen, Nagetierkadaver nur mit Einmalhandschuhen zu entfernen. Ein Anfeuchten der betroffenen Flächen vermindert das Aufwirbeln von Staub, gegebenenfalls sollte ein Mundschutz getragen werden. Kontaminierte Flächen sollten nach dem Reinigen desinfiziert werden.

Quelle: Wikipedia

US-Behörden warnen

Die Krankheit fängt harmlos an und bricht oft erst nach sechs Wochen richtig aus. In den USA enden 36 Prozent der Erkrankungen mit einem plötzlichen Atem- und Organversagen tödlich. Das Virus wird über Ausscheidungen der infizierten Nager übertragen. An Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte wurde nach Angaben der US-Behörden eine Warnung ausgegeben. Daraufhin seien weitere Verdachtsfälle gemeldet worden. Eine Bestätigung für weitere Infektionen gebe es bisher aber nicht.

In den speziell isolierten Zelten mit Doppelwänden hatten Angestellte des Yosemite-Nationalparks bei der Reinigung in den Zwischenräumen etliche Mäusenester gefunden. Die insgesamt 91 Luxus-Zelte wurden nach Angaben der Parkleitung im Jahr 2009 errichtet.

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