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Alpen-Massaker: Hier wurden vier Menschen hingerichtet

Ein einsamer Waldparkplatz in den französischen Alpen. Hier geschah das unfassbare Verbrechen.
Ein einsamer Waldparkplatz in den französischen Alpen. Hier geschah das unfassbare Verbrechen.
Foto: dpa

Die Opfer des fürchterlichen Massakers in den französischen Alpen sind identifiziert, doch der Fall wird immer mysteriöser.

Sicher ist: Vier Menschen wurden auf einem abgelegenen Waldweg regelrecht hingerichtet. Das britische Ehepaar Al-Hilli und eine ältere Frau mit schwedischem Pass sind tot. Die vierjährige Tochter Zeena überlebte unverletzt unter den Leichen, ihre Schwester Zeinab (7) liegt schwer verletzt im künstlichen Koma. Außerdem wurde ein französischer Radfahrer (45) ermordet.

Die französischen Behörden ermitteln unter Hochdruck, auch in Großbritannien (die Familie wohnte in Claygate bei London). Wir fassen die rätselhaftesten Spuren zusammen:

• Die Irak-Spur

Der ermordete Familienvater Zaid Al-Hilli (†50) hatte ein bewegtes Leben. Der Ingenieur wurde in Bagdad geboren, floh als Kind vor dem Saddam-Regime nach Großbritannien. Er scheint sehr wohlhabend gewesen sein, die britische Daily Mail schätzt das Haus der Familie bei Claygate auf rund 1 Million Pfund. Zuletzt arbeitete er unter anderem freiberuflich für eine Nanotechnologiefirma, die Satelliten entwickelte.

Ein weiteres Bild vom Tatort.
Ein weiteres Bild vom Tatort.
Foto: dapd

Al-Hilli wurde seit 1991 vom britischen Inlandsgeheimdienst MI5 und vom Auslandsgeheimdienst MI6 überwacht. Eine Spur in den Irak ist denkbar. Al-Hilli soll erst kürzlich in das Land gereist sein, um Besitzverhältnisse zu klären.

• Die Familie

Eine weiter Spur führt zur Familie des ermordeten Ingenieurs. Medien berichteten von einem erbitterten Erbschaftsstreit zwischen Zaid Al-Hilli und seinem Bruder Saad, einem britischen Geschäftsmann.

Doch der Bruder wird bisher nicht verdächtigt. Der Mann habe sich in Großbritannien bei der Polizei meldet, um einen Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und einem finanziellen Streit zwischen den Brüdern auszuschließen, sagte Staatsanwalt Eric Maillaud am Freitag in Annecy. „Er wird als Zeuge verhört werden.“

• Die alte Frau

Ein weiteres Mysterium ist die ältere Frau, die mit im Auto saß. Zunächst gingen die Ermittler davon aus, dass es sich um die Großmutter der beiden Mädchen handelt. Doch die vierjährige Zeena identifizierte nur ihre Eltern. Die ältere Frau habe sie nicht so gut gekannt.

Es könnte sich dennoch um eine Verwandte handeln - mütterlicherseits. Denn die Ehefrau Iqbar Al-Hilli stammte aus Schweden.

• Wieviele Täter?

Eine richtig heiße Spur fehlt den Ermittlern allerdings. Das Massaker auf dem Alpenparkplatz soll sich in nur 30 Sekunden abgespielt haben. Alle Opfer wiesen einen Schuss in den Kopf sowie Schüsse in den Körper auf. Die Ermittler fanden am Tatort nach eigenen Angaben 25 Patronenhülsen.

Ob es sich um einen oder mehrere Täter gehandelt hat, ist unklar.

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