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20 Pferde befreit: Hufe wie Geweihe – der Gruselhof von Süstedt

Abgemagert, verängstigter Blick, verfilzte Mähne und langgewachsene Hufe. Tierschützer haben 20 Tiere in miserablen Zustand befreit.
Abgemagert, verängstigter Blick, verfilzte Mähne und langgewachsene Hufe. Tierschützer haben 20 Tiere in miserablen Zustand befreit.
Foto: www.tierschutzhof-geissblatt.de
Südstedt –  

Halb verhungerte Tiere, bodenlange verfilzte Mähnen, Hufe wie Geweihe. Es sind Bilder, die nicht nur Pferdeliebhaber betroffen machen.

Tierschützer haben bereits am Donnerstag auf einem Pferdehof im Niedersächsischen Süstedt eine grausige Entdeckung gemacht. Einem alten Mann war seine Pferdehaltung über den Kopf gewachsen. Sehr zum Leidwesen der Tiere.

16 von 20 Pferden standen seit Jahren im Stall. Seit vor sieben Jahren der Hufschmied gestorben war, wurden die Hufe der Tiere nicht mehr bearbeitet. Diese sind mit der Zeit spiralförmig im Kreis gewachsen, so dass sich die Pferde beim Gehen mit den eigenen Hufen verhaken und ins Stolpern kommen.

Neben dem Zustand der Hufe sind die 16 Pferde aus dem Stall erheblich unterernährt. Rippen und Wirbel schauen heraus, die Körper weisen kahle Stellen auf. Knochen sind völlig verwachsen und bereiten den Tieren erhebliche Schmerzen. Die Pferde sind erheblich gestört, was das Verhalten Menschen gegenüber angeht. Sie weichen aus und versuchen Berührungen zu vermeiden. Um die Hufe wieder auf Normallänge zu bringen, müssen die Tiere betäubt werden.

Noch ist unklar, ob die Tiere eingeschläfert werden müssen. Gegen den Hofbesitzer wurde Anzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

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