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„Grüne Hexe”: Gärtnerin vergiftet Ex mit Engelstrompete

Engelstrompeten: In dem majestätischen Nachtschattengewächs, hierzulande populär in Balkonkübeln, stecken toxische Alkaloide.
Engelstrompeten: In dem majestätischen Nachtschattengewächs, hierzulande populär in Balkonkübeln, stecken toxische Alkaloide.
Foto: dpa
Würzburg –  

Sie sind wunderschön, aber giftig: Engelstrompeten.

Eine bayerische Gärtnerin mischte ihrem Ex und dessen neuer Freundin Teile der südamerikanischen Zierpflanze ins Kaffeewasser - und um ein Haar wäre der feige Mordanschlag geglückt.

Grünpflanze als Mordwerkzeug: In dem majestätischen Nachtschattengewächs, hierzulande populär in Balkonkübeln, stecken toxische Alkaloide.

Das sind enge chemische Verwandte des Betäubungsmittels Morphin und des Supergifts Strychnin. Manche trinken den Sud, um sich zu berauschen - dabei besteht stets akute Lebensgefahr.

Die 49 Jahre alte Frau mischte ihrem Ex, einem 67-jährigen Arzt, und dessen neuer Freundin Extrakte der Engelstrompete in die Kaffeemaschine. Beide tranken den Aufguss und klagten kurz danach über Kreislaufprobleme. Der Mann brach in seiner Praxis zusammen, wo ihn eine Angestellte fand - er wurde sofort in eine Klinik gebracht, auch die Freundin wurde stationär behandelt.

Ob gegen die „grüne Hexe“ Anklage wegen zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben wird, ist noch nicht entschieden. Die Gärtnerin sitzt in Untersuchungshaft, bestreitet die Tat.

Als Putzfrau in dem Arzthaushalt hatte sie ein Verhältnis mit dem Mediziner begonnen, als der die Beziehung beendete, soll die frühere Geliebte das Gift gemischt haben. Über Eifersucht als Tatmotiv wird spekuliert. Aber, so Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.“

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