Panorama
Panorama: Erfahren Sie Neues aus Deutschland und der Welt auf express.de

Empfehlen | Drucken | Kontakt

„Ficken“, „poppen“: Evangelischer Pfarrer hält erotischen Gottesdienst

Pfarrer Ralf Schmidt wird am Sonntag in Wiesbaden einen „erotischen Gottesdienst“ feiern.
Pfarrer Ralf Schmidt wird am Sonntag in Wiesbaden einen „erotischen Gottesdienst“ feiern.
 Foto: dpa
Wiesbaden –  

Darf man in der Kirche „poppen“ und „ficken“ sagen? Ja, findet Pfarrer Ralf Schmidt. Er wird am kommenden Sonntag in Wiesbaden einen „erotischen Gottesdienst“ feiern.

„Die Kirche ist nicht sexualfeindlich, nicht leibfeindlich“, sagte Ralf Schmidt, evangelischer Pfarrer der Erlösergemeinde Mainz-Kastel. Auch in der Sexualität sei Gott gegenwärtig. Doch die Kirche habe in der Vergangenheit die Themen Sex und Erotik vernachlässigt.

Der Gottesdienst soll mit Musik, Tänzen und Düften alle Sinne ansprechen. Außerdem sollen rote Rosenblätter von der Empore regnen und ein erotisches Bild an die Wand projiziert werden, kündigt der Pfarrer an. Eintritt ist erst ab 16 Jahren.

Abfällige, vulgäre Reden über Sexualität will er nicht aussparen: „Alle Welt, auch meine Schüler, redet von „Poppen“ und „Ficken“, und diese Worte kommen auch in der Predigt vor." Er wolle diesen Begriffen aber „gute Worte, um Sexualität zu beschreiben“ entgegensetzen.

Innerhalb der Kirche sorgt die Ankündigung von Schmidt für Neugierde. Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sagte: „Wir sind gespannt auf den Gottesdienst. Grundsätzlich betrifft das Evangelium aber alle Lebensbereiche, auch Sexualität und Erotik.“

Bereits 2007 hatte ein Pfarrer auf dem Evangelischen Kirchentag in Köln einen „erotischen Gottesdienst“ mit Musik und Tänzen abgehalten.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Panorama
Nach wie vor halten Ermittler an der Theorie fest: Copilot Andreas L. brachte die Maschine bewusst zum Absturz.
Germanwings-Absturz
Co-Pilot Andreas L.: Was passiert mit seinem Leichnam?

Nach wie vor halten Ermittler an der Theorie fest: Copilot Andreas L. brachte die Maschine bewusst zum Absturz. Was aber passiert mit seinem Leichnam, falls dieser gefunden wird?

Die Rettungshubschrauber kehren im Minutentakt aus den schneebedeckten Bergen wieder zurück ins Tal.
Hoch-Provence im Ausnahmezustand
„Die Alpen wirken wie ein Leichentuch“

Immer noch ist die Alpenregion der Hoch-Provence im Ausnahmezustand. Viele Einheimische sehnen sich nach Normalität. Aber sie wissen: Nichts wird mehr so sein wie vor dem Absturz. Eine Bilanz.

Andreas L. bei einem Aufenthalt in San Francisco. Er nahm 149 Menschen in der Germanwings-Maschine mit in den Tod.
Germanwings-Unglück
„Daily Mail“: Freundin trennte sich einen Tag vor dem Absturz von Andreas L.

Noch immer sind die Hintergründe des Germanwings-Absturzes ungeklärt. Warum ließ Andreas L. den Airbus abstürzen? Englische Medien berichten von einem pikanten Detail.

Panorama

Anzeige

Aktuelle Videos

FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Aktuelle News-Fotogalerien