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Sportausschuss-Vorsitzende: Freitag hält Unwissen über Fall Drygalla für „kaum vorstellbar“

Nach der Abreise von Nadja Drygalla herrscht Klärungsbedarf.
Nach der Abreise von Nadja Drygalla herrscht Klärungsbedarf.
Foto: dapd
London –  

Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, stellt im Fall Nadja Drygalla die Darstellungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Ruderverbandes (DRV) in Frage.

„Es besteht dringender Aufklärungsbedarf. Die Einlassung, dass sowohl der DOSB, als auch der DRV nichts von dem Fall gewusst haben wollen, ist für mich erklärungsbedürftig und kaum vorstellbar“, sagte Freitag.

Zu DOSB und DRV ist die Darstellung des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern, die Olympia-Ruderin Drygalla stehe in Kontakt zur „offen agierenden rechtsextremistischen Szene“, angeblich erst am Donnerstag vorgedrungen. Vesper hatte dies am Freitag mehrfach betont.

„All denen, die jetzt so große Worte wählen und alles längst wussten, stelle ich die Frage: Warum haben sie uns das nicht nach der Nominierung von Nadja Drygalla in die Olympiamannschaft gesagt“, sagte der deutsche Chef de Mission.

Der Landesruderverband und der Landessportbund von Mecklenburg-Vorpommern wissen dagegen angeblich seit Herbst 2011 von dem Fall Drygalla. Das sagte Michael Teich, Sprecher des Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern. DRV-Justiziar Stefan Felsner: „Der Landesruderverband hat uns nichts mitgeteilt. Das wäre mir bekannt.“

Ulrike Sennewald, Tochter von Landesruderverband-Präsident Hans Sennewald, saß mit Drygalla im Frauen-Achter in London. Der Landesverband war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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