Vor den TV-Bildschirmen saßen Milliarden Fans. Die 80.000, die live dabei waren, gingen berauscht nach Hause. Vor dem Olympiastadion machten viele noch ein Erinnerungsfoto: in der Bolt-Pose, dem Ganzkörper-Pfeil.
Usain Bolt Superstar! Der 25-jährige ist wohl der populärste Star der Spiele. Seine Späße und Mätzchen in Kombination mit der unfassbaren Überlegenheit faszinieren die Menschen. Kein Wunder, dass Bolt als perfekte Werbefigur jetzt kräftig abräumen kann.
Allein bei den anstehenden Meetings nach Olympia verdient er pro Auftritt 240.000 Euro Gage. Das macht bei 41 Schritten, die er für die 100 Meter benötigt satte 5853 Euro pro Schritt. Kein schlechter Lohn für die schnellsten Beine der Welt.
Insgesamt verdient Bolt im Jahr 16,7 Millionen Euro. Allein neun Millionen bekommt er von Ausrüster Puma, die ihn vertraglich bis 2016 gebunden haben (was ein Fingerzeig sein dürfte, dass der Jamaikaner bei den nächsten Spielen in Rio de Janeiro dabei ist). Doch Bolt ist nicht der Olympia-Top-Verdiener.
Sechs US-Basketballer mit LeBron James an der Spitze verdienen weitaus mehr. James (NBA-Champion mit Miami Heat) bringt es alleine auf ein Jahresgehalt von 41,8 Millionen Euro. Tennis-Profi Roger Federer kommt auf 41,5 Millionen Euro. Doch Usain Bolt geht es ja nicht nur ums Geld.
Es geht ihm auch um Spaß. Und den hatte er reichlich. Auf der Ehrenrunde schlug er einen Purzelbaum. Ob das geplant war? Eher nicht. Seine Theatervorführung vor dem Start schon. Als die Kamera auf ihn gerichtet war, wackelte er mit den Fingern, weil „meine Freunde mir gesagt haben, ich soll Hasenohren machen.“
Dann dankte er seinem Friseur, als er sich über den Kopf strich, zeigte seine Leidenschaft als DJ als er imaginären Schallplatten hin und her schob und schließlich ballerte er wie ein Cowboy und schob die Pistolen in die Tasche. Dann rannte Bolt zum Gold! Kein Wunder, dass alle ihn lieben.
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