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Schock am Ural: Meteoriten-Einschlag! 1200 Verletzte

Mit einem gigantischen Lichtblitz explodierte der Meteorit am Himmel.

Mit einem gigantischen Lichtblitz explodierte der Meteorit am Himmel.

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Screenshot

Moskau -

Meteoriten - die unheimliche Gefahr aus dem All. Jetzt haben Einschläge große Zerstörungen in mehreren russischen Städten angerichtet. Mindestens 1200 Menschen wurden verletzt!

In einem gigantischen Lichtblitz explodierte der Brocken am Himmel und löste eine gewaltige Druckwelle aus. Die Überreste des Himmelskörpers schlugen mit unglaublicher Geschwindigkeit im Uralgebirge rund um Tscheljabinsk, 1500 Kilometer östlich von Moskau, ein.

Die Verletzten

Nach Angaben russischer Behörden sind mindestens 1200 Menschen verletzt worden, davon über 150 Kinder. Viele von ihnen seien von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden, wie das Innenministerium in Moskau am Freitag der Agentur Interfax mitteilte. In einigen öffentlichen Gebäuden und auf den Straßen brach Panik unter den Passanten aus.

Insgesamt seien in mindestens sechs Städten in der Region Schäden an Gebäuden festgestellt worden. Die Meteoritenteile seien in zahlreiche Häuser eingeschlagen und die enorme Druckwelle hätte viele Dächer abgedeckt und Scheiben zertrümmert.

Ein Augenzeuge hat den Meteoriten am Himmel gefilmt:

Viele Menschen hatten sogar noch Glück im Unglück. Die größten Teile des Meteoriten schlugen in den See Tschebarkul, 80 Kilometer westlich von Tscheljabinsk ein, wie die Gebietsverwaltung mitteilte.

Laut dem Astronom Sergej Smirnow muss der Meteorit, der teilweise in der Erdatmosphäre verglühte, mehrere Tonnen schwer gewesen sein. Für die Menschen in der Region sei es jetzt am Wichtigsten, dass die vielen zerbrochenen Fensterscheiben schnell ersetzt würden. In Tscheljabinsk herrschen zur Zeit Temperaturen von minus 18 Grad.

Atomanlagen der Gegend seien nicht betroffen, teilte der Staatskonzern Rosatom laut Agenturberichten mit.

Vizeregierungschef Dmitri Rogosin sprach sich für eine internationale Initiative zur Errichtung eines Schutzsystems aus, mit dem nicht nur frühzeitig vor gefährlichen Objekten aus dem Weltall gewarnt, sondern diese auch zerstört werden können.

Weder Russland noch die USA hätten die Möglichkeit zur Abwehr solcher Objekte, meinte der für die Raumfahrt zuständige Politiker. Eine Kommission der russischen Rüstungsindustrie werde sich nun mit dieser Frage befassen, kündigte Rogosin an.