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„Schlag den Raab“: Kandidat Jörn wehrt sich: „Dieser Shitstorm ist unter aller Sau!“

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Kandidat Jörn hat bei „Schlag den Raab“ 100.000 Euro gewonnen – vom Entertainer gab's eine Umarmung.

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Köln -

Er ist laut den Reaktionen bei Twitter und verschiedenen Medienberichten der „Verlierer des Abends“ – dabei hat Jörn Amberger in der letzten „Schlag den Raab“-Show stolze 100.000 Euro gewonnen. Doch statt Glückwünschen hagelte es fiese Kommentare nach dem Sieg. Was war passiert?

Der 25-jährige Wirtschaftspsychologie-Student aus Wermelskirchen bei Köln kam bei seinem Auftritt vor Millionenpublikum eingebildet rüber, motzte über die Aufstellung der Dosen beim Spiel „Dosenschießen“ und machte sich so keine Freunde. Sogar Kommentator Frank Buschmann lästerte über ihn.

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Neben seinem Studium arbeitet Jörn als Model.

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Kandidat Jörn: „Da ging es um richtig viel Geld“

Jörn kann die negativen Kommentare nicht verstehen, wie er uns im Interview einen Tag nach seinem Gewinn erklärt: „Dieser Shitstorm ist unter aller Sau!“ Dann fügt er hinzu: „Jeder, der schon mal in einem Wettbewerb stand, weiß, wie so eine Situation ist. Da ging es nicht um einen Keks, der zu verschenken war, sondern um richtig viel Geld.“

Jörn erzählt den Abend aus seiner Sicht: „Ich wollte eigentlich mit meinem Vater zu der letzten ‚Schlag den Raab‘-Show, aber der musste im letzten Moment absagen. Ich bin dann also alleine hin und habe erst im letzten Moment bei der Ticketausgabe im Foyer erfahren, dass wir als Zuschauer die Chancen haben, mitzumachen und zu gewinnen.“ Von da an sei der Adrenalinpegel schon sehr hoch gewesen, so der Student. „Ich konnte gar nicht realisieren, dass ich dann in der Show wirklich ausgewählt wurde. Es war wie in Trance, man checkt nicht sofort, was passiert.“

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Jörn kann sich über 100.000 Euro freuen.

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Jörn: „Ich habe alles auf eine Karte gesetzt“

Zum Glück habe es vor seinem Spiel gegen Showmaster Stefan Raab eine Werbepause gegeben. „Da habe ich noch mal eine Banane gegessen und mir gedacht: ‚Jetzt musst du alles auf eine Karte setzen und alle Register ziehen.“ Wie er dabei vor dem Millionenpublikum am TV-Bildschirm wirke, habe er sich nicht überlegt: „Ich wollte nicht der sympathischste Kerl sein, denn darüber habe ich überhaupt nicht nachgedacht. In dem Moment ging es mir und wäre es bestimmt jedem anderen auch darum gegangen, zu gewinnen“, so Jörn Amberger im Interview.

Deshalb habe er auch moniert, dass die Box beim „Dosenschießen“ schief gestanden und die bereits heruntergeschossenen Dosen seine Sicht beeinträchtigt hätten. „Das ist ein psychologisches Konstrukt“, erklärt der 25-Jährige. Wenn die Zuschauer ihn dadurch als arrogant und unsympathisch abstempeln würden, könne er nichts dagegen machen. „Ich habe durch meine Modeljobs und den Fußball schon häufig negatives gehört. Damit weiß ich umzugehen“, erklärt er. Seine Freunde und Familie wüssten, wie er wirklich sei – und hätten ihn beglückwünscht.

„Ich habe viele Sprachnachrichten von meiner Mannschaft bekommen, meine Freunde haben mir gratuliert und mich unterstützt. Das ist es, was für mich zählt“, so Jörn Amberger. Denn Gewinn von 100.000 Euro wolle er solide anlegen, „damit ich nach meinem Masterstudium vielleicht mal in ein Eigenheim investieren kann“.