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„Höhle der Löwen”: Thelen und Maschmeyer kämpfen um die Kölner App – ER gewinnt!

Hdl Fluxbag

Lucas Richter (r.) und Jens Thiel (l.)  präsentieren den Investoren Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer die Vorteile ihrer innovativen Luftpumpe „Fluxbag” gegenüber herrkömmlichen Aufblas-Methoden.

Foto:

VOX / Bernd-Michael Maurer

Nachdem es zum Auftakt der vierten Staffel „Die Höhle der Löwen“ in der Vorwoche emotional zuging, stand in dieser Woche der enorme Kampfgeist einiger Gründer im Vordergrund.

Für ein Novum bei den Investoren sorgten außerdem die Löwen Frank Thelen und Carsten Maschmeyer.

Top: Am intensivsten um einen Deal gekämpft

Mit ihrer  App „TeamWallet“  wollen die vier Amateurfußballer Michael Schweizer, Nicolo Incorvaia, Kai Hörsting und Michael Schreiner das Verwalten von Mannschaftskassen revolutionieren. 

Die Idee: Statt lästigem Geld-Einsammeln sollen alle Strafen und Einnahmen der Teammitglieder in einer App verwaltet werden. Das Besondere:  „TeamWallet“ ist die einzige Online-Mannschaftskasse, bei der man auch direkt in der App bezahlen kann.

Trainingslager und Sportartikel 

Pro Auszahlung kassieren die Gründer vier Prozent, zudem wollen sie in einem Online-Shop Mannschaftsreisen, Trainingslager und Sportartikel anbieten.

Höhle der Löwen TeamWallet

Kai Hörsting, Nicolo Incorvaia, Michael Schreiner und Michael Schweizer (v.l.) präsentieren ihr Produkt "Teamwallet".

Foto:

Vox/Frank Hempel

Ihr Angebot an die Löwen: 10 Prozent der Geschäftsanteile für 75.000 Euro. Schnell haben sie bei ihrem Wunsch-Löwen Frank Thelen Interesse geweckt.

Doch Thelen sieht ein Problem: Die vier Gründer arbeiten bislang nur nebenberuflich an „Team Wallet“ und seien zudem keine App-Experten. Thelen steigt deshalb aus. Auch die übrigen Investoren Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Carsten Maschmeyer ziehen nach und die Gründer scheinen ohne Deal nach Hause gehen zu müssen.

Doch mit einer kämpferischen Rede versucht Gründer Michael Schweizer, Frank Thelen noch einmal zum Umdenken zu bringen. Mit Erfolg. Der IT-Experte bietet den vier Fußballern doch noch die geforderten 75.000 Euro, will dafür jedoch 30 Prozent der Anteile. Die Gründer müssen nicht lange überlegen und machen den Deal mit Thelen perfekt.

Das Novum: Drei Angebote von zwei Löwen

Bereits erfolgreich in Deutschland unterwegs sind die Gründer Frank Heck und Santosh Satschdeva mit ihrer „MySchleppApp“, einem Pannenservice für Autofahrer.

Hier mehr über die Kölner „MySchleppApp“ in der „Höhle der Löwen“ nachlesen.

Mit ihrer App wollen sie einen zügigen und reibungslosen Abschleppdienst bei einer Autopanne ermöglichen und vor allem schneller sein als der große Konkurrent ADAC. Von 1500 professionellen Abschleppdiensten in Deutschland haben sie bereits mehr als 400  als Partner gewonnen.

HdL MySchleppApp

Santosh Satschdeva (r.) und Frank Heck präsentieren "MySchleppApp". Die App soll Abschleppbetriebe mit Kunden vernetzen.

Foto:

VOX / Bernd-Michael Maurer

Ihr Ziel: Mit der „MySchleppApp“ wollen sie weitere Länder erobern. Sie bieten den Löwen 10 Prozent der Anteile für 100.000 Euro an. „Sensationell“ findet Judith Williams zwar die Idee, steigt aber aus, weil sie nicht glaubt, den Gründern bei ihren Plänen weiterhelfen zu können. Ebenso Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl.

Doch dann wird es spannend. Denn Frank Thelen und Carsten Maschmeyer wollen beide einsteigen. Nachdem Thelen zunächst 100.000 Euro für 25 Prozent bietet, erhöht Maschmeyer auf 125.000 Euro. Thelen zieht gleich und bietet nun ebenfalls 125.000 Euro.

Auf Nachfrage von einem der Gründer machen Thelen und Maschmeyer sogar noch ein drittes Angebot.

Die beiden Löwen würden sich zusammenschließen und 150.000 Euro für 40 Prozent der Anteile zahlen. Es kommt somit zu einem Novum in der Geschichte der „Höhle der Löwen”.

Die Gründer haben drei Angebote von zwei Investoren. Ihre Entscheidung: Maschmeyer erhält den Zuschlag. Für 25 Prozent der Unternehmensanteile muss er 125.000 Euro zahlen und gemeinsam wollen sie mit der „MySchleppApp“ dem ADAC künftig gefährlich werden.

Die Gründer, die einen Deal am dringendsten benötigen

Die beiden Gründer Jens Thiel und Lucas Richter haben den „Fluxbag“ erfunden, eine spezielle Art Luftpumpe, mit der man zum Beispiel Luftmatratzen am Strand in kürzester Zeit und ohne viel Mühle aufpumpen kann.

Ihr Problem: Bislang konnten sie lediglich die Produktion von 2000 „Fluxbags“ finanzieren. Um deshalb ihrer Partnerfabrik in China einen Auftrag geben zu können, brauchen sie dringend Kapital von den Investoren. Für 130.000 Euro bieten sie im Gegenzug 10 Prozent der Unternehmensanteile.

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Lucas Richter (l.) und Jens Thiel aus Leipzig präsentieren mit "Fluxbag" eine innovative Luftpumpe.

Foto:

VOX / Bernd-Michael Maurer

Vier Investoren steigen allerdings schnell aus. Carsten Maschmeyer stolpert vor allem über die zu hohe Unternehmensbewertung von 1.300.000 Euro, da die beiden Gründer mit dem „Fluxbag“ erst ein einziges Produkt auf den Markt gebracht haben und ihre neu entwickelte Luftpumpe weder marken-, noch patentrechtlich geschützt ist.

Bleibt nur noch Löwe Ralf Dümmel, der die Idee der Gründer jedoch „geil“ und „wirklich irre“ findet. Doch auch Dümmel stört sich an der zu hohen Unternehmensbewertung. Die beiden Gründer dürfen ihm deshalb noch einmal ein neues Angebot unterbreiten. Ihre neue Offerte: Statt zehn Prozent bieten sie nun 20 Prozent der Anteile für 130.000 Euro an. Letztendlich einigen sie sich mit Dümmel auf 25 Prozent für die geforderten 130.000 Euro.

Der höchste Deal 

Das exotischste Produkt präsentierten die Gründerinnen Dr. Anneliese Niederl-Schmidinger, Ute Petritsch und Renate Steger mit ihrer Limo namens „Helga“ – einer veganen Brause auf Algenbasis, die mit ihrem hohen Vitamin-B12-Anteil und ihrer geringen Anzahl an Kalorien punktet.

In Österreich sind sie damit schon erfolgreich unterwegs, nun soll Deutschland folgen. Für 15 Prozent ihrer Firmenanteile fordern sie allerdings stolze 375.000 Euro. Dagmar Wöhrls erster Eindruck: „Es riecht besser als es schmeckt.“ Für Löwin Judith Williams schmeckt die Brause hingegen „lecker“ und „gesund“.

HdL Helga

Renate Steger, Anneliese Niederl-Schmidinger und Ute Petritsch präsentieren den Algendrink "Helga".

Foto:

VOX / Bernd-Michael Maurer

Frank Thelen ist nicht durch den Geschmack, sondern durch die sehr hohe Unternehmensbewertung (2.5000.000 Euro) abgeschreckt. Ein Grund, weshalb nach Dagmar Wöhrl auch er sowie die Investoren Maschmeyer und Williams aussteigen.

Doch einer bleibt noch übrig, Ralf Dümmel. „Renate, Anneliese, Ute und Ralf: Das würde passen“, scherzt der von „Helga“ überzeugte Investor und bietet den Gründerinnen schließlich die geforderten 375.000 Euro.

Allerdings will er dafür 23 Prozent haben. Ohne erneute Beratung gehen die Gründerinnen den Deal ein, und Dümmel macht damit seinen zweiten Deal des Tages perfekt.

Flop: Zweifelhafte Firmenstrukturen kosten einen Deal

Unter dem Firmennamen „TattooMed“ haben Jenny Fischer und Janusz Hermann 2013 eine Pflegeserie für tätowierte Haut entwickelt. Mit ihren Produkten haben sie bereits hohe Umsätze generiert: 500.000 Euro setzten sie 2014 um, 1.020.000 Euro in 2015 und 968.000 Euro 2016. Um weiter zu wachsen und neue Projekte realisieren zu können, brauchen sie nun jedoch neues Kapital.

Die beiden Gründer bieten für 300.000 Euro 10 Prozent ihrer Unternehmensanteile. Die Löwen Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl steigen hingegen schnell aus. „Ich bin zu wenig in der Szene drin“ , so Neu-Löwin Wöhrl. Dass die Gründer von „TattoMed“ letztendlich jedoch ohne Deal nach Hause gehen müssen, liegt weniger an ihren Produkten als an ihrer Firmenstruktur.

Höhle der Löwen TattoMed

Jenny Fischer und Janusz Hermann aus Stuttgart präsentieren mit "TattooMed" eine Pflegeserie für Tätowierungen.

Foto:

VOX / Bernd-Michael Maurer

Auf Nachfrage von Carsten Maschmeyer muss sich Gründer Janusz Hermann rechtfertigen, warum seine Geschäftspartnerin als Unternehmensgründerin nur fünf Prozent der Anteile hält, während ihm stattdessen „51 oder 52 Prozent” gehören.

Die übrigen Anteile gehören einem dritten, den Löwen unbekannten Gesellschafter. Den drei Löwen Frank Thelen, Judith Williams und Carsten Maschmeyer ist die Firmenstruktur suspekt. Sie steigen aus. „Die fünf Prozent bei jemandem, der sich so einbringt, das würde ich mir als Investorin natürlich anders wünschen“, begründet Williams ihre Entscheidung.