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Polizei ermittelt: Kanzlerkandidat Steinbrück wegen Putzfrau erpresst

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird erpresst.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird erpresst.

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dpa

Berlin -

Peer Steinbrücks Frau hat einen Erpresserbrief erhalten: Ihr Mann solle seine Kanzlerkandidatur zurückziehen, weil das Paar vor rund 14 Jahren eine Putzfrau illegal beschäftigt habe.

„Die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Polizei ermitteln wegen des Verdachts der Nötigung gegen unbekannt“, sagte ein Sprecher der Bonner Polizei am Samstag. Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine bestätigte den Erpressungsversuch und sagte, der Politiker habe das Bundeskriminalamt eingeschaltet.

Auskünfte von der Staatsanwaltschaft seien allerdings nicht vor Montag zu erwarten, hieß es weiter. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will am Samstagmittag selbst Stellung beziehen.

In dem Schreiben behauptet der unbekannte Erpresser, „seit vielen Jahren“ mit einer Frau aus den Philippinen in Bonn zusammenzuleben. Das berichtet die „Bild“ am Samstag. Diese Frau sei 1999 illegal als Putzfrau im Haushalt der Steinbrücks tätig gewesen. Damals verfügte sie dieser Darstellung zufolge nicht über eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland. Er drohte der Zeitung zufolge, dies öffentlich zu machen, wenn Steinbrück nicht auf seine Kandidatur verzichte.

Steinbrücks Ehefrau Gertrud wies die Vorwürfe zurück: „Steinbrücks sind nicht erpressbar. Und lassen sich auch nicht erpressen“. Den in dem Erpresserbrief geäußerten Vorwurf der illegalen Beschäftigung wies sie zurück.