Frankfurt am Main - Eine Studie, die für mächtig Zündstoff sorgt! Zwei Wissenschaftler von der TU Chemnitz haben zum Hartz IV-Satz geforscht.
Ihr Ergebnis: Der Regelsatz sei viel zu hoch - 132 Euro im Monat (ohne Miete und Energiekosten) reichten aus! Für Kinder reichten gar 79 Euro.
Zahlen wie Bomben. Und so gibt es auch heftigen Protest. "Spiegel Online" zitiert den Paritätischen Wohlfahrtsverband: Das sei der "Bedarf eines Hundes in einem Tierheim".
8,3 Millionen Deutsche haben Ende 2006 Arbeitslosengeld II oder Hartz IV erhalten. Als "zu viel" hat vermutlich keiner der Betroffenen die ausgezahlte Summe empfunden.
In der "Zeitschrift für Wirtschaftspolitik" schreiben die Wirtschaftswissenschaftler, maximal seien 278 Euro für den Lebensunterhalt ohne Miete und Energiekosten angemessen, berichtet "Spiegel Online". Tatsächlich liegt der Satz heute bei 351 Euro, 73 Euro mehr.
Bei der 132-Euro-Regelung müsste laut Studie einiges entfallen, unter anderem Alkohol und Tabak. Für Freizeit, Unterhaltung und Kultur würden lediglich ein Euro, für Kommunikation zwei Euro veranschlagt.
Den vorgeschlagenen 278-Euro-Satz halten die Experten schon für eine "weite Interpretation" der Mindestsicherung, so "Spiegel Online". Der Deutsche Gewerkschaftsbund nannte die Studie einseitig, pseudowissenschaftlich und zynisch.
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Die seit 2005 geltenden „Hartz IV“-Regelsätze für Erwachsene und Kinder sind verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag entschieden.
Das Verfassungsurteil zur Höhe der Hartz-IV Regelsätze erwartet. Rund 1,7 Millionen Kinder aus bedürftigen Familien sind von dem Richterspruch betroffen.