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Versandriese: Amazon will Pakete in zwei Stunden liefern!

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Amazon arbeitet an einer Zustellung innerhalb von zwei Stunden. In Berlin soll der neue Service getestet weden.

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imago/Eibner

Amazon-Hammer: Aktuell arbeitet der Online-Riese an einer Zustellung innerhalb von zwei Stunden! In Berlin soll der neue Service getestet weden.

Das berichtete die „Welt” - der Zeitung lägen entsprechende Informationen vor.

Das neue Angebot richtet sich dabei an „Prime Now"-Kunden. Diese hätten bereits mit der Lieferpauschale die Zustellgebühr bezahlt.

Die Zustellaufträge sollen dabei zuerst an fremde Kurier-Firmen vergeben werden. Davon gibt es in Berlin zuhauf.

Neues Warenlager geplant

Laut der „Welt” werde gerade ein Geschäftshaus am Berliner Kurfürstendamm für Amazon umgebaut. Entstehen soll ein Warenlager mit mehr als 10.000 Artikeln aus dem Amazon-Angebot!

Der vorerst exklusive Service - Lieferung in nur zwei Stunden - soll ab Mai in Berlin starten!

Offiziell sind diese Pläne von Amazon nicht bestätigt - der Onlinehändler dementiert sie aber auch nicht.

Auf der nächsten Seite: Welche Ziele Amazon mit der neuen Zustellung wirklich verfolgt!

Mit dem neuen Angebot baut Amazon sich nach und nach eine eigene Zustellung auf. Und das ohne eine neue Firma gründen oder viel Geld in Infrastruktur und Mitarbeiter investieren zu müssen!

Die meisten Lieferungen von Amazon bringt bisher die Posttochter DHL. Sie wäre folglich ein Verlierer dieser Umstellung. An ihre Stelle würden Stadtboten oder andere beauftragte Kuriere treten.

Kurier- und Lieferdienste wären somit die großen Gewinner dieser Entwicklung.

Amazon beherrscht 25 Prozent des Online-Handels

Amazon ist der Meinung, vieles besser und günstiger organisieren zu können als die Paketzusteller vor Ort.

Mit dieser Einstellung sind viele Mitarbeiter nicht immer einverstanden. In Koblenz haben Angestellte erneut ihre Arbeit niedergelegt. „Der Streik hat am frühen Morgen begonnen und dauert den ganzen Samstag“, sagte ein Verdi-Sprecher.

Schon Mitte der Woche hatten Amazon-Beschäftigte an diesem Standort gestreikt.

Amazon lehnt höhere Bezahlung ab

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das würde für die Mitarbeiter mehr Sicherheit und höhere Löhne bedeuten.

Amazon sieht sich jedoch als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des in dieser Branche Üblichen.

Auf der nächsten Seite: Was sich mit dem Lieferung-in-zwei-Stunden-Angebot  ändern würde!

Der Versand-Riese, der geschätzt 25 Prozent des gesamten Online-Handels beherrscht, könnte mit seinem neuen Liefer-Angebot den gesamten deutschen Paketmarkt revolutionieren.

Dies prognostiziert auch Andreas Schumann, Vorsitzender des BdKEP (Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste): „Der wichtigste Trend derzeit ist, dass Online-Händler in den Ballungsräumen die Zustellung ihrer Sendungen über lokale Kurierdienste selbst organisieren. "

Schumann empfindet das klassische Paket mit bundesweit einheitlichen Preisen ohnehin als „ein Auslaufmodell”.

(jba)

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