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Terror in Brüssel: IS droht mit weiteren Anschlägen - drei Attentäter identifiziert

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Der IS hat gedroht, dass 400 Kämpfer unterwegs nach Europa sind, um Anschläge zu verüben.

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imago/ZUMA Press

Tag eins nach den schlimmen Terror-Akten von Brüssel.

Derzeit gehen die Behörden von 31 Toten aus, 300 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Opfern könnten auch Deutsche sein - eine Frau aus Aachen wird vermisst.

Mittlerweile sind die Identitäten von drei Selbstmordattentätern bekannt. Alle sind in Belgien geboren.

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Ibrahim El Bakraoui (l.) und Khalid El Bakraoui

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Khalid El Bakraoui zündete in der U-Bahn-Station eine Nagelbombe und riss viele Menschen mit in den Tod. Sein Bruder Ibrahim sprengte sich am Flughafen in die Luft, genau wie Najim Laachraoui.

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Najim Laachraoui soll sich in die Luft gesprengt haben!

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Die DNA von Laachraoui wurde im Flughafen entdeckt, zuvor waren die Behörden davon ausgegangen, dass er auf der Flucht sei.

Der IS-Killer gilt als Bombenexperte, Spuren von ihm wurden auch auf Sprengsätzen der Pariser Attentäter gefunden. Zwischen den Terroranschlägen besteht also eine Verbindung!

Die Türkei will Belgien im Sommer offiziell vor einem der drei gewarnt haben, doch hätten die Behörden den Mann freigelassen.

In Belgien gilt noch bis Karfreitag eine dreitägige Staatstrauer. Am Mittwoch gab es eine Schweigeminute in Brüssel und mehreren anderen Teilen des Landes.

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Flughafen-Angestellte haben sich zu einem Gedenkmarsch getroffen.

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In ganz Europa herrscht seit den Anschlägen Terrorangst. Vielerorts wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die US-Regierung warnte ihre Bürger angesichts der jüngsten Anschläge vor Gefahren bei Reisen nach Europa.

Und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sendet weitere Drohungen an die westliche Welt. Nach Angaben des IS wurden 400 ausgebildete Attentäter nach Europa entsandt.

Diese Killer sollen eigenständig - nach dem Vorbild der Anschläge von Paris und Brüssel - Ziele auswählen und die Attacken planen und durchführen.

Auf den nächsten Seiten gibt es den Newsticker zum Nachlesen.

22:25 Uhr

Zahlreiche Mitarbeiter und Anwohner des Brüsseler Flughafens haben sich am Mittwochabend zu einem Schweigemarsch versammelt.

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Flughafen-Angestellte haben sich zu einem Gedenkmarsch getroffen.

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An dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligten sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte Menschen. Etliche trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

21:41 Uhr

Die Zahl der verletzten Menschen ist erneut nach oben korrigiert worden. Nicht 270, sondern 300 Personen erlitten leichte oder schwere Verletzungen. Die Hälfte von ihnen lag am Mittwoch noch in Krankenhäusern, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

61 Menschen mussten demnach auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer liege unverändert bei 31, hieß es.

Bei den Schwerverletzten handelt es sich den Angaben zufolge meist um Menschen, die durch die Explosionen Verbrennungen erlitten und von Metallteilen in den Bomben getroffen wurden. Letztere hätten „Kriegsverletzungen“ verursacht, teilte das Ministerium mit.

Der Flughafen soll wegen der Bombenexplosionen in der Abflughalle frühestens am Freitag wieder für den normalem Verkehr freigegeben werden.

20:55 Uhr

Die Terrormiliz IS hat nach eigenen Angaben 400 ausgebildete Kämpfer nach Europa entsandt, die Anschläge ähnlich denen in Brüssel und Paris verüben sollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Die Attentäter würden selbstständig Ziele auswählen und die Art der Anschläge bestimmen.

18:50 Uhr

Der seit Tagen gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten tot. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtete der Sender RTBF am Mittwochabend.

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Najim Laachraoui soll sich in die Luft gesprengt haben!

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dpa

Der 24-Jährige stammt aus dem Brüsseler Stadtteil Schaerbeek, wo auch ein mutmaßlicher Unterschlupf der Attentäter vom Dienstag ausgehoben wurde.

Der mutmaßliche Dschihadist soll im Februar 2013 nach Syrien gereist sein. Anfang September 2015 geriet er - mit falscher Identität unter dem Namen Soufiane Kayal - zusammen mit Salah Abdeslam und Mohamed Belkaid in eine Kontrolle an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich.

Laachraouis DNA soll auf Sprengstoff gefunden worden sein, der bei den Anschlägen in Paris verwendet wurde.

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18:00 Uhr

Für den DFB-Sicherheitsbeauftragten Hendrik Große Lefert ist trotz der aktuellen Terrorgefahr die Austragung des Länderspiels zwischen Deutschland und England am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in Berlin nicht gefährdet. Hier geht's zum Artikel ›

17:47 Uhr

Die Türkei hat die belgischen Sicherheitsbehörden nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan vor einem der Attentäter von Brüssel gewarnt.

Der Verdächtige sei im vergangenen Juni im südtürkischen Gaziantep an der syrischen Grenze gefasst und anschließend ausgewiesen worden, sagte Erdogan.

Die belgischen Behörden seien von der Türkei am 14. Juli 2015 gewarnt worden, dass es sich bei dem Mann um einen „ausländischen terroristischen Kämpfer“ handele. Trotz der türkischen Warnungen hätten die Belgier den Verdächtigen aber freigelassen.

Bereits nach der Terrorserie von Paris im vergangenen November hatte es aus der Regierung in Ankara geheißen, die Türkei habe die französischen Behörden zwei Mal vor einem der Terroristen gewarnt. Diese hätten darauf aber nicht reagiert.

16:57 Uhr

Nach unseren Informationen wird mit einer einstelligen Anzahl deutscher Opfer gerechnet. Aus Kreisen des Auswärtigen Amtes hieß es lediglich, man könne nicht ausschließen, dass auch Deutsche bei den Terroranschlägen ums Leben gekommen sind.

Ein Sprecher teilte mit: „Wir müssen leider bestätigen, dass unter den bei dem Terroranschlag verletzten Personen auch deutsche Staatsangehörige sind, darunter mindestens eine schwer verletzte Person.“

16:30 Uhr

Jetzt will auch die Bundesanwaltschaft wegen den Terror-Anschlägen in Belgien ermitteln. „Wir leiten ein Ermittlungsverfahren ein“, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde. Die Zuständigkeit der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde ergebe sich immer dann, wenn Deutsche unter Terroropfern sind.

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Nach dem Terror-Anschlag auf den Brüsseler Flughafen: Eine Polizistin leitet die Passagiere aus dem Terminal.

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AP

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

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16:05 Uhr

Neue Erkenntnisse zu den Anschlägen in Paris: Salah Abdeslam, einer der mutmaßlichen Drahtzieher, hat im September im bayerischen Unterfranken übernachtet. Der Mann, der am Freitag in Brüssel festgenommen worden war, sei mit zwei anderen Männern im Landkreis Kitzingen in einem Gasthof gewesen, sagte der bayerische Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer. 

15:46 Uhr

Auf das belgische Königspaar zeigte sich bei seinem Besuch des Brüsseler Flughafens betroffen. König Philippe und Königin Mathilde trafen an dem Anschlagsort Helfer, wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch berichtete. 

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Kamerateams aus aller Welt stehen in Brüssel vor der Börse am Place de la Bourse. 

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dpa

15:38 Uhr

Nach Angaben der Aachener Polizei, die sich auf Informationen des Auswärtigen Amtes beruft, befindet sich unter den Opfern des Anschlags auch ein Ehepaar aus Aachen.

Während der Mann mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus eingeliefert wurde, ist der Verbleib der Ehefrau ungeklärt.

Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet.

Das Auswärtige Amt wollte die Meldung der Polizei am Nachmittag zunächst nicht bestätigen.

14:25 Uhr

Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden.

Das Auswärtige Amt schloss am Mittwoch auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen.

Insgesamt gab es bei den Anschlägen auf dem Flughafen der Europa-Stadt und in einer Metro-Station am Dienstag mindestens 31 Tote und mehr als 270 Verletzte.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte: „Wir müssen leider bestätigen, dass unter den bei dem Terroranschlag verletzten Personen auch deutsche Staatsangehörige sind, darunter mindestens eine schwer verletzte Person.“

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa liegt die Zahl der deutschen Verletzten aktuell „im einstelligen Bereich“.

14:07 Uhr

Nach den verschiedenen Meldungen des Tages, fassen wir noch einmal den aktualisierten Stand der Dinge zusammen:

Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui.

Er ist der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

Der Staatsanwalt erläuterte, Ermittler hätten einen Computer mit dem Testament von Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden. In Schaerbeek hatte es am Dienstagabend Razzien nach den Anschlägen gegeben.

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König Philippe und Königin Mathilde trafen an dem Anschlagsort Helfer. Zuvor hatte das Paar Opfer des Anschlags im Krankenhaus besucht.

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imago/Belga

In Schaerbeek haben die Ermittler auch eine Art Bombenfabrik gefunden. Van Leeuw sagte, es seien unter anderem 15 Kilogramm hochexplosives Azetonperoxid (TATP), ein Koffer mit Nägeln und Schrauben, sowie weiteres Material für den Bombenbau sichergestellt worden.

Khalid El Bakraoui Brüssel

Metro-Attentäter Khalid El Bakraoui

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dpa

13:28 Uhr

Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui.

Er ist der Bruder des Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui.

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13:17 Uhr

Einer der Selbstmordattentäter der Brüsseler Anschläge ist als Ibrahim El Bakraoui identifiziert worden.

Er sei der Mann in der Mitte des Fahndungsfotos vom Flughafen, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

13:14 Uhr

Bulgarien hat nach den Terroranschlägen von Brüssel umfassende Kontrollen an seinen Grenzen eingeführt.

Als besonders wichtig gelten die verschärften Kontrollen an den EU-Außengrenzen wie etwa am größten Grenzübergang zur Türkei bei Kapitan Andreewo. An diesem „Tor nach Europa“ werden jetzt die Ausweise aller Einreisenden - auch von EU-Bürgern - überprüft.

Auch alle Fahrzeuge würden kontrolliert, berichtete der Fernsehsender bTV am Mittwoch.

12:52 Uhr

Wirrwar um den Najim Laachraoui. 

Die belgische Zeitung „La Dernière Heure“ berichtete am Mittwoch, im Gegensatz zu früheren Informationen des Blattes sei Laachraoui doch nicht festgenommen worden.

Die belgische Polizei hatte ihn am Montag - einen Tag vor den tödlichen Attentaten auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel - öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben.

12:24 Uhr

Nach den Terroranschlägen von Brüssel ist das für Dienstag geplante Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal abgesagt worden.

Die Stadt Brüssel habe aus Sicherheitsgründen und als Vorsichtsmaßnahme darum gebeten, teilte der belgische Verband am Mittwoch mit.

12.10 Uhr: 

Unser Reporter in Brüssel hat die Schweigeminute im Video festgehalten.

Schweigeminute: Hier gedenkt Brüssel der Opfer

Bewegende Szenen in Brüssel! Um 12 Uhr wurde es in Gedenken an die Opfer der Anschläge ganz still...Video: Florian Jocham

Posted by EXPRESS on Mittwoch, 23. März 2016

12.02 Uhr: 

Trauer in Brüssel! Am Place de la Bourse - mitten im Europaviertel - haben sich Hunderte Menschen für eine Schweigeminute um 12 Uhr versammelt.

Unser Reporter vor Ort berichtet von lauten Klagerufen und ergreifender Stimmung,

Wohnhaus in Brüssel das haus in der Mitte

Brüssel: In dem weißen Haus wurde die Bombenwerkstatt der Terroristen gefunden.

Foto:

dpa

12:01 Uhr

Die Toten und Verletzten der Brüsseler Anschläge kommen aus etwa vierzig Ländern.

Das meldete die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch unter Berufung auf den belgischen Außenminister Didier Reynders. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Maggie De Block sind „ungefähr 31“ Menschen getötet und fast 260 Personen verletzt worden.

Die Zahl könnte allerdings noch steigen.

11:37 Uhr

Wie wir gerade erfahren haben, wird die Staatsanwaltschaft heute um 13 Uhr erneut eine Pressekonferenz geben.

Es ist zu erwarten, dass dann auch Details über die Festnahme sowie die Identität der beiden anderen Täter preisgegeben werden.

11:04 Uhr

Die Polizei hat nach übereinstimmenden Angaben belgischer Medien einen Verdächtigen im Zusammenhang mit den Attentaten in Brüssel und Paris festgenommen.

Nach offiziell nicht bestätigten Informationen der Zeitung „La Dernière Heure“ und des Senders BelRTL handelt es sich bei dem Festgenommenen um den mutmaßlichen Dschihadisten Najim Laachraoui.

08:42 Uhr

Der Bahnverkehr zwischen Deutschland und Belgien läuft wieder im Normalbetrieb. Der Flughafen von Brüssel bleibt hingegen weiterhin geschlossen. 

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