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Hacker-Alarm! : NRW-Innenministerium schaltet Mail-System ab

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Die Ministerien wurden vom Computer Emergency Response Team (CERT) über eine Bedrohungslage für das Computer-Netzwerk informiert.   

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dpa

Düsseldorf -

Hacker-Alarm bei den NRW-Landesbehörden! Die Ministerien wurden vom Computer Emergency Response Team (CERT) über eine Bedrohungslage für das Computer-Netzwerk informiert.  

Das NRW-Innenministerium schaltete daraufhin Teile seiner IT-Technik in der Verwaltung vorsorglich ab. Das NRW-Umweltministerium reagierte ebenfalls umgehend: „Wir haben die Schotten dicht gemacht“, sagte ein Sprecher. Auch im Schulministerium und im Landesrechnungshof sind nach Auskunft der Staatskanzlei Rechner betroffen.


Die Verwaltung des Düsseldorfer Landtags warnte Abgeordnete und Mitarbeiter ebenfalls eindringlich davor, E-Mails mit angehängten ZIP-Dateien zu öffnen. Perfide: Die infizierten E-Mails stammen von bekannten Absendern. Werden sie geöffnet, werden sämtliche Dateien auf dem Rechner unbrauchbar. Ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sagte dem EXPRESS: „Wenn sich die Schadsoftware verbreitet, können ganze Behörden lahmgelegt werden.“

Die Computernutzer können ihre Rechner nach dem Angriff  nicht mehr wie gewohnt starten. Sie erhalten vielmehr eine „Lösegeldforderung“. Nach EXPRESS-Informationen werden die Betroffenen aufgefordert, 500 Euro an die Hacker zu zahlen. Auch Privatpersonen sind offenbar betroffen.  Die Behörden warnen dringend davor, Geld zu überweisen. „Sind die Dateien auf einem infizierten Rechner erst einmal verschlüsselt, ist eine Entschlüsselung meist nicht mehr möglich“, erklärt das BSI.

Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums betonte, sicherheitsrelevante Systeme von Polizei und Verfassungsschutz seien nicht betroffen.  Das Landeskriminalamt nahm die Ermittlungen auf.

Matthi Bolte (30), netzpolitischer Sprecher der Grünen, rät den Computer-Nutzern zu besonderer Wachsamkeit im E-Mail-Verkehr:  „Die Warnung zeigt, wie wichtig der kompetente und selbstbestimmte Umgang mit digitalen Medien ist. Es sollte selbstverständlich sein, dass man nur Dateien von vertrauenswürdigen Absendern öffnet. Sobald Zweifel an einem Anhang aufkommen, rate ich, beim Absender nachzufragen. Mittels einer Malware Geld abzupressen, hat auf jeden Fall eine besondere Qualität. Man sollte auf keinen Fall darauf eingehen und sofort die Polizei einschalten.“