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Neue Software: Geldautomat trickst Betrüger aus

Polizisten und Haspa-Mitarbeiter untersuchen den Geldautomaten.

Polizisten und Haspa-Mitarbeiter untersuchen den Geldautomaten.

Foto:

RUEGA

Hamburg -

Geldautomaten manipulieren – unter Kriminellen liegt das momentan im Trend. Doch jetzt macht eine neue Software den Betrügern einen Strich durch die Rechnung.

In Hamburg wollten unbekannte Täter am Samstag einen Automaten manipulieren, um Kartendaten und Geheimnummern auszuspähen – aber sie kamen nicht weit. Denn ein neues Sicherheitssystem der Hamburger Sparkasse (Haspa) legte den dreisten Ganoven das Handwerk – das Gerät ging einfach aus.

Die Vorsichtsmaßnahme der Haspa funktioniert folgendermaßen: Sobald der Kartenschacht manipuliert wird, schaltet sich der Automat selbständig ab und sendet ein Signal an die Haspa-Zentrale. Von dort rücken Mitarbeiter aus um zu kontrollieren, ob tatsächlich Datendiebe am Werke waren.

Am Samstag wurden die Haspa-Mitarbeiter an dem Geldautomaten fündig: Sie entdeckten eine gefälschte Abdeckleiste inklusive Mini-Kamera und riefen die Polizei hinzu. Die manipulierten Teile waren im Haspa-typischen Rot lackiert. Von den Betrügern fehlte allerdings jede Spur.

„Skimming“ wird die dreiste Masche genannt, bei der Ganoven mit einem Lesegerät die Kartendaten abgreifen und gleichzeitig die Eingabe der Geheimzahl filmen. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr rund 1000 Skimming-Versuche bekannt.