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Schwarz beschäftigt: Nahm sich AfD-Kandidatin Weidel Asylbewerberin als Putzhilfe?

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Wirbel um Alice Weidel.

Foto:

imago/Markus Heine

Berlin -

Keine Woche ohne einen Eklat rund um die rechtspopulistische AfD kurz vor der Bundestagswahl (hier gibt es alle Infos zur Bundestagswahl 2017 in unserem Ticker). 

Und diesmal könnte es bizarrer kaum sein. Ausgerechnet die Spitzenkandidatin Alice Weidel soll Berichten der „Zeit“ zufolge eine Asylbewerberin in ihrem Wohnsitz in der Schweiz unter der Hand als Putzhilfe engagiert haben. Eine Flüchtlingsfrau als Putzfrau? Jene Menschen also, die die AfD so schnell wie möglich aus Deutschland wieder raus haben will? Klingt wie bittere Satire, ist aber die Realität.

Im Jahr 2015 arbeitete eine Studentin der Islamwissenschaften für die Politikerin, danach gab diese den Job an die Frau aus Syrien weiter. Die Asylbewerberin war im Herbst 2016 auch dabei, als Weidel mit ihrer Familie in eine Eigentumswohnung umzog.

25 Franken bar auf die Hand

Das Gehalt bezahlte Weidel den Frauen bar auf die Hand, 25 Franken pro Stunde, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Es gab weder einen Anstellungsvertrag, noch wurden die Frauen um Rechnungsstellung gebeten, berichtet das Wochenmagazin.

Dementi von Anwälten

Relativ schnell kam am Mittwoch das Dementi der umstrittenen Kandidatin, die schon in den Vorwochen für mehrere Aufreger gesorgt hatte (hier ihren Ausraster in der ZDF-Sendung mit Marietta Slomka nachlesen).

Weidels Anwalt teilte der „Zeit“ mit, Weidel habe „einen freundschaftlichen Kontakt“ zu einer Syrerin, die auch in ihrem Haus zu Gast gewesen sei. „Dass die Asylbewerberin aber im Hause unserer Mandantin angestellt wurde oder als Angestellte gearbeitet hätte oder aber dafür Lohn bekommen hätte, ist jeweils falsch.“

AfD-Sprecher Christian Lüth warf der „Zeit“ am Mittwochabend vor, mit Bezug auf die Studentin zu unterschlagen, dass eine Barzahlung an Haushaltshilfen nach Schweizer Recht legal sei. „Hausangestellte müssen nur dann bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden, wenn ihr Lohn im Jahr 750 Franken übersteigt. Löhne unter dieser Grenze sind beitragsfrei und nicht meldepflichtig.“

(dpa/mja)