Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Brüssel-Paris-Zelle: Die Gesichter der Mörder: Wir erklären das IS-Terror-Netzwerk

Köpfe des Terrors

Die IS-Schergen, die für die feigen Morde in Paris und Brüssel verantwortlich waren.

Foto:

AP, dpa, getty, imago

Brüssel/Paris -

Die Terrorserie von Brüssel, bei der mindestens 31 Menschen getötet und mehr als 270 verletzt wurden, geht auf das Konto eines islamistischen Bruderpaars, das auch Verbindungen zu den Attentätern von Paris (130 Tote) hatte.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprengte sich einer der Brüder auf dem Flughafen in die Luft. Kurze Zeit später zündete der andere dann eine Bombe in der U-Bahn. 

Möglicherweise deutsche Opfer

Die Suche nach weiteren Tätern läuft auf Hochtouren. Aus Sorge vor neuen Anschlägen gilt in Belgien weiter die höchste Terror-Warnstufe. Unter den Verletzten sind auch Deutsche, darunter ein Mann aus Aachen. Das Schicksal seiner Ehefrau ist ungeklärt. 

Die Türkei hatte die belgischen Sicherheitsbehörden nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem der Attentäter von Brüssel gewarnt. Wie auch der israelische Geheimdienst.

Der Tag nach der Terrorserie:  Immer mehr Details über die Killer von Brüssel werden bekannt – vor allem über die Mordbrüder Khalid und Ibrahim El Bakraoui.

Vor allem das kriminelle Vorleben der beiden Brüder macht viele fassungslos. Ibrahim El Bakroui hatte Anfang 2010 mit einer Kalaschnikow auf Polizisten gefeuert und einen der Beamten verletzt.
Dafür wurde er zu neun Jahren Haft verurteilt. Warum er vorzeitig entlassen wurde, ist bislang unklar.

1490EE00614E923A

Ibrahim El Bakraoui (l.) und sein Bruder Khalid El Bakraoui

Foto:

dpa

Auch sein Bruder Khalid ist vorbestraft. 2011 hatte ihn ein Richter zu fünf Jahren Haft verurteilt. Khalid El Bakroui hatte mehrfach Autos gestohlen, bei seiner Verhaftung wurden bei ihm und seinen Komplizen Kalaschnikows gefunden.

Die Fahnder entdeckten zudem ein Testament des Killerbruders Ibrahim El Bakraoui. Er hatte es auf seinem Laptop gespeichert, das er, kurz bevor er die Bombe zündete, in einen Mülleimer geworfen hatte.

Darin heißt es: „Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich war zur Fahndung ausgeschrieben und wollte nicht im Gefängnis enden.“
Auch die Zusammenhänge mit den Anschlägen im November in Paris werden immer deutlicher, die Strukturen des Terrornetzwerks, das hinter den Anschlägen steht, klarer. 

1490EE001F74F3FC

Die Anteilnahme nach den Terroranschlägen ist riesig.

Foto:

dpa

Der Ablauf, der verwendete Sprengstoff, die Tatorte zeigen den Zusammenhang zwischen den Anschlägen von Paris und Brüssel. Und auch einiges davon, was man inzwischen über die Täter weiß.

Killerbruder Khalid El Bakraoui hatte unter falschem Namen eine Wohnung angemietet, die zur Vorbereitung der Anschläge mit 130 Toten im November in Paris genutzt wurde.

An der Adresse im Stadtteil Schaerbeek, wo der Taxifahrer das Flughafen-Trio abgeholt hatte, wurden 15 Kilogramm hochexplosives Azetonperoxid (TATP), ein Koffer mit Nägeln und Schrauben sowie weiteres Material für den Bombenbau gefunden.

Taxifahrer schöpfte Verdacht

Der Taxifahrer hatte bei den Killern Verdacht geschöpft, weil das Trio sich nicht bei der Verladung des Gepäcks helfen lassen wollte, und informierte die Polizei.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fahnde man noch nach einer ganzen „Reihe von Personen“. Zahlen und Namen nannte Staatsanwaltschaft Frédéric Van Leeuw allerdings nicht.

Auf den nächsten Seiten erklären wir die Terrorzelle, die hinter den blutigen Anschlägen in Paris und Brüssel steckt!

  1. Die Gesichter der Mörder: Wir erklären das IS-Terror-Netzwerk
  2. Die Köpfe der Zelle
  3. Die Bataclán-Killer von Paris
  4. Die Attentäter vom Stade de France
  5. Die Pariser Café-Mörder
  6. Die Brüssel-Zelle
nächste Seite Seite 1 von 6