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Plattenbau in Salzburg: Helmut Berger: In diesem Hochhaus lebt der verglühte Star

In diesem Plattenbau lebt Helmut Berger in einer zwei Zimmer Wohnung am Stadtrand von Salzburg.

In diesem Plattenbau lebt Helmut Berger in einer zwei Zimmer Wohnung am Stadtrand von Salzburg.

Foto:

Spiegel-TV

Salzburg -

In seinen lichten Momenten sah man ihn noch einmal aufblitzen - den Schalk in seinen Augen. Staunte, wie er mit einer einzigen blasierten Handbewegung die Dschungel-Z-Promis wie tumbe Trampeltiere aussehen ließ. Im australischen Busch demonstrierte Helmut Berger (68), wie man mit Würde seine Würde verliert. Was jetzt auf ihn wartet, ist für das schillernde Zirkuspferd schlimmer als Maden und Kakerlaken - Elend und Einsamkeit im Niemandsland.

Helmut Berger wird von RTL hermetisch abgeschottet. Der Tanzbär leckt seine Wunden, darf sich noch ein paar Tage auf einem breiten Hotelbett räkeln, bevor es zurück an den Stadtrand von Salzburg geht. Zwei Zimmer im Plattenbau, 450 Euro Rente, keine Freunde, keine Unterhaltung, nur Dosen-Piccolo.

Seine Nachbarn sähen den prominenten, aber elenden Mitbewohner am liebsten tot überm Gartenzaun hängen. „Geh mir weg mit dem“, schimpfen die Rentner, wenn er wieder mal in den Hausflur gekotzt hat. Berger kann’s sogar verstehen.

„Bin i lieb, bin i der Liebste. und bin i bös, bin ich der schlimmste Mensch auf Erden“, schreibt Berger in seiner Biografie. „Dabei war das ewige Thema meines Lebens doch die Sehnsucht, geliebt zu werden.“

Er liebte den großen Regisseur Visconti, einen Mann - mit allen Fasern seines einst so schönen, drahtigen Körpers, er suhlte sich in Champagner und im Bett mit Sexbomben wie Bianca Jagger (67) und Britt Ekland (70), war böse und intrigant. „Um meine Rache komplett zu machen, fickte ich Alain Delons damalige Frau Nathalie. “

„Manchmal bin ich kurz davor, durchzudrehen“

All das hätte er, der Sexprotz, das Großmaul, den aufgedrehten Tanzmäusen im Camp erzählen können. Und von den wilden Gelagen in den 70ern, als er Kronleuchter zu Lianen machte. Von Dinner-Partys, zu denen er unten ohne erschien, von Gruppensex auf Nobeljachten. Life was life.

„Seit ich die bessere Hälfte meines Selbst 1976 mit Visconti verloren habe, überlebt nur noch ein Teil meiner Persönlichkeit. Manchmal bin ich kurz davor, durchzudrehen“, rechtfertigt er seinen Absturz und moniert: „Man vergisst gerne meine schauspielerische Leistung, wenn mal wieder etwas nicht im sogenannten normalen Rahmen bleibt.“ Etwa, wenn er sich im feinen Monaco in seinen weißen Smoking scheißt, wenn er in deutschen Talkshows lallt.

150.000 Euro hat Helmut Berger für seinen Einzug ins Dschungelcamp gefordert. Und mal ehrlich: Das Schmerzensgeld hat das Schandmaul sich mit seinem Kurzauftritt redlich verdient. Fremdschämen - das sparen wir uns für andere auf. Immerhin hatte Berger mal Hirn...